Rocket Lab USA wächst rasant. Im ersten Quartal 2026 kletterte der Umsatz auf einen neuen Rekordwert. Parallel dazu baut der Raumfahrtkonzern seine Fertigungstiefe durch eine gezielte Übernahme aus.
Volle Auftragsbücher und weniger Verlust
Zwischen Januar und März erwirtschaftete das Unternehmen 200,35 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Plus von gut 63 Prozent zum Vorjahr. Der Nettoverlust sank auf rund 45 Millionen US-Dollar.
Die Nachfrage treibt das Geschäft. Der Auftragsbestand übersteigt mittlerweile die Marke von 2,2 Milliarden US-Dollar. Ein Treiber ist ein millionenschwerer Vertrag mit dem US-Verteidigungsministerium für Hyperschall-Starts. Obendrein lief das tausendste Rutherford-Triebwerk vom Band.
Zukauf für die eigene Lieferkette
Ein zentraler Baustein der Strategie ist die Übernahme von Motiv Space Systems. Rocket Lab zahlt bis zu 60 Millionen US-Dollar für den Robotik-Spezialisten. Der Kaufpreis fließt größtenteils in bar.
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Motiv Space Systems lieferte bereits Komponenten für den Mars-Rover Perseverance. Künftig firmiert die Sparte unter dem Namen Rocket Lab Robotics. Das Ziel: Das Management will komplexe Roboterarme für Satelliten künftig selbst herstellen.
Analysten sehen weiteres Potenzial
An der Börse griffen Investoren in den vergangenen Wochen kräftig zu. Die Aktie legte in kurzer Zeit um mehr als 60 Prozent zu. Am Dienstag schloss das Papier nach leichten Gewinnmitnahmen bei gut 127 US-Dollar.
Große Adressen stocken ihre Positionen auf. Vanguard erhöhte seinen Anteil auf über 47 Millionen Aktien. Auch Baillie Gifford kaufte massiv zu.
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Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch. New Street Research hob das Kursziel auf 150 US-Dollar an. Deutsche Bank und Needham sehen den fairen Wert bei 120 US-Dollar.
Die Neutron-Rakete als nächster Meilenstein
Ende 2026 plant Rocket Lab den Erstflug seiner neuen Trägerrakete Neutron. Sie gilt als Schlüssel für den lukrativen Markt der großen Satellitenkonstellationen.
Bis 2029 peilt der Vorstand einen Umsatz von 1,5 Milliarden US-Dollar an. Dann soll auch unter dem Strich ein solider Gewinn stehen. Die wachsende Rolle in der US-Weltraumverteidigung stützt diese langfristige Prognose.
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