Rolls-Royce ringt weiter um eine stabile Bewertung. Nach einem Rücksetzer von rund 15 Prozent seit dem Jahreshoch hat sich die Aktie im Mai erst einmal gefangen, der Druck auf die Aktie bleibt aber spürbar. Der Markt schaut nun vor allem auf zwei Punkte: Wie nachhaltig sind die jüngsten Fortschritte im Geschäft, und hält die technische Unterstützung?
Rückkäufe stützen den Kurs
Der Konzern hat in der zweiten Maiwoche rund 1,8 Millionen eigene Aktien erworben. Der gewichtete Durchschnittspreis lag bei etwa 1.201 Pence. Nach der anschließenden Einziehung dieser Titel beläuft sich die Zahl der Stimmrechte auf rund 8,375 Milliarden.
Das ist mehr als reine Kosmetik. Die laufenden Rückkäufe gehören zu einem mehrjährigen Kapitalrückgabeprogramm und sollen die Aktie in einer Phase stützen, in der sie seit Wochen in einer engen Spanne handelt. Für das laufende Geschäftsjahr stellt Rolls-Royce Rückkäufe von bis zu 2,5 Milliarden Pfund in Aussicht.
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Bewertung bleibt der Knackpunkt
An der Börse wird der Titel trotz der Erholung im operativen Geschäft nicht mehr mit derselben Euphorie bewertet wie einige Wettbewerber. Auf Basis der erwarteten Gewinne liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei etwa 18. GE Aerospace kommt auf fast 35. Diese Lücke macht deutlich, dass der Markt bei Rolls-Royce zwar Fortschritte einpreist, aber noch keinen blanken Vertrauensvorschuss vergibt.
Technisch fällt vor allem die Zone um 1.100 Pence auf. Dort hat sich zuletzt ein doppelter Boden ausgebildet. Die nächste Hürde liegt im Bereich von 1.213 bis 1.225 Pence. Der Kurs notiert aktuell bei 13,80 Euro, nach einem Tagesminus von 2,06 Prozent. Auf Sicht von 30 Tagen hat das Papier 10,24 Prozent verloren, liegt aber über zwölf Monate noch gut 46 Prozent im Plus.
Operativ weiter auf Wachstumskurs
Im Geschäft selbst sendet Rolls-Royce weiter stabile Signale. Die großen Triebwerksflugstunden erreichten im ersten Quartal 115 Prozent des Niveaus von 2019. Für das Gesamtjahr peilt der Konzern weiter 115 bis 120 Prozent an.
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Auch die übrigen Ziele bleiben unverändert. Für 2026 will das Unternehmen 550 bis 600 Triebwerke ausliefern und 1.480 bis 1.550 Shop Visits schaffen. Belastungen aus geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sollen nach Konzernangaben über operative Anpassungen und Kapazitätsverlagerungen anderswo ausgeglichen werden.
Gewinnziel und Cashflow bleiben ambitioniert
Beim Ausblick bleibt Rolls-Royce bei seiner Prognose. Der zugrunde liegende operative Gewinn soll 2026 zwischen 4,0 und 4,2 Milliarden Pfund liegen, der freie Cashflow zwischen 3,6 und 3,8 Milliarden Pfund. Rückenwind kommt aus der schlankeren Kostenbasis und aus dem starken Geschäft mit Stromversorgungslösungen für Rechenzentren.
Auch die Bilanz wirkt robuster. Ratingagenturen haben die Bonität zuletzt auf A3 beziehungsweise A- angehoben. Dazu kam die Rückzahlung einer 750-Millionen-Euro-Anleihe aus dem freien Cashflow. Das verschafft dem Konzern mehr Spielraum, während die Aktie weiter um eine klare Richtung ringt.
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