Rolls-Royce Aktie: 4,9 bis 5,2 Milliarden Pfund für 2028

Rolls-Royce Aktie

Die Aktie von Rolls-Royce ist zum Wochenschluss unter Druck geraten. Am Freitag fiel sie in Frankfurt um 3,98 Prozent auf 13,23 Euro, über die vergangenen sieben Tage summiert sich das Minus auf 6,12 Prozent. Das Bild bleibt dabei widersprüchlich: Der Kurs liegt nur knapp unter dem 200-Tage-Durchschnitt, aber deutlich unter dem jüngsten Hoch.

Auf der Leerseite des Marktes ist wenig Alarm zu sehen. Die gemeldete Netto-Short-Position lag Ende April bei rund 1,57 Millionen Aktien und damit nur bei 0,02 Prozent des Streubesitzes. Gegenüber dem Vormonat ist das ein leichter Anstieg um 2,23 Prozent. Für den Markt bedeutet das vor allem eins: Der Druck von Shortsellern bleibt gering, die Aktie wird eher von Stimmung und Bewertung als von einer massiven Wette gegen das Unternehmen bewegt.

Kursrückgang trotz stabiler Short-Position

Die jüngste Schwäche passt in ein Bild erhöhter Schwankungen. Die 30-Tage-Volatilität liegt bei 59,14 Prozent, der RSI bei 49,7. Das ist weder ein klares Überkauf- noch ein klares Überverkauft-Signal. Zugleich notiert die Aktie 16,91 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 15,92 Euro, liegt aber weiter 36,48 Prozent über dem Tief vom Mai 2025.

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Kurz gesagt: Der Markt nimmt Gewinne mit, ohne das Papier grundlegend abzuschreiben. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt beträgt 6,18 Prozent, zum 200-Tage-Durchschnitt nur 2,97 Prozent. Das spricht für ein eher fragiles Gleichgewicht.

Der Blick richtet sich auf 2026 und 2028

Spannender als die Tagesbewegung ist der mittelfristige Fahrplan. Für das Geschäftsjahr 2026 stellt das Management einen operativen Gewinn von 4,0 bis 4,2 Milliarden Pfund in Aussicht. Der freie Cashflow soll bei 3,6 bis 3,8 Milliarden Pfund liegen.

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Für 2028 wird die Latte höher gelegt. Dann peilt der Konzern einen operativen Gewinn von 4,9 bis 5,2 Milliarden Pfund und einen freien Cashflow von 5,0 bis 5,3 Milliarden Pfund an. Dazu kommt ein Aktienrückkaufprogramm für den Zeitraum 2026 bis 2028 im Volumen von 7 bis 9 Milliarden Pfund. Die Dividende für das Gesamtjahr liegt bei 9,5 Pence je Aktie und damit 60 Prozent über dem Vorjahr.

Nächster Test im Juli

Der nächste wichtige Termin ist der Juli, wenn Rolls-Royce die Zahlen für das zweite Quartal 2026 vorlegt. Der Konsens erwartet einen Gewinn je Aktie von 0,17 nach 0,16 im Vorjahresquartal. Besonders im Blick bleiben dabei das zivile Luftfahrtgeschäft und Power Systems, also die beiden Segmente, die für die operative Dynamik des Konzerns entscheidend sind.

Für die Aktie heißt das: Kurzfristig dominiert die Unsicherheit im Kursverlauf, mittelfristig bleibt der Fokus auf Cashflow, Kapitalrückführung und dem Abgleich zwischen Prognose und tatsächlicher Umsetzung. Die Zahlen im Juli werden zeigen, ob der jüngste Rücksetzer nur eine Atempause war oder ob der Markt die Ambitionen bereits höher abverlangt.

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