Kurs findet eine erste Basis
RTL hat sich nach den heftigen Ausschlägen der vergangenen Wochen etwas gefangen. Nach dem Rutsch auf ein neues 52-Wochen-Tief Anfang Mai zog der Kurs wieder an und schloss am Mittwoch bei 31,00 Euro.
Damit liegt die Aktie zwar spürbar über dem Tief von 29,25 Euro, bleibt aber klar angeschlagen. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von 19,9 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn sind es 11,05 Prozent. Auch der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von 35,09 Euro zeigt: Der Erholungsversuch ist bislang nur ein erstes Stabilisierungssignal.
Der kurzfristige Rebound passt zu einem Markt, der nach dem Ausverkauf offenbar einen Boden sucht. Der RSI von 71,8 deutet zugleich auf eine bereits wieder recht heiße Lage hin. Die hohe 30-Tage-Volatilität von 46,81 Prozent unterstreicht, wie nervös der Handel bleibt.
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Dividende, TV-Werbung und Übernahmefantasie
Belastend wirkt vor allem die Mischung aus schwächerem klassischen TV-Werbemarkt und der hohen Ausschüttung. Die zuletzt gezahlte Dividende von 5,50 Euro je Aktie sorgt zwar für eine auffällige Rendite, wirft aber auch Fragen zur Nachhaltigkeit der Kapitalverwendung auf.
Hinzu kommt die strategische Großbaustelle Sky Deutschland. Die Europäische Kommission hat dem Deal ohne Auflagen zugestimmt, der Abschluss ist für Juni 2026 vorgesehen. Aus der geplanten Kombination soll ein Konzern mit rund 12,3 Millionen zahlenden Abonnenten im DACH-Raum entstehen; RTL stellt jährliche Synergien von 250 Millionen Euro binnen drei Jahren in Aussicht.
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Neuer CEO, neue Prioritäten
Parallel dazu hat Clément Schwebig offiziell den Vorstandsvorsitz übernommen und Thomas Rabe abgelöst. Der Führungswechsel kommt in einer Phase, in der RTL die nächste Wachstumsstufe erst noch sauber zusammenfügen muss.
Für 2026 hält der Konzern an der Prognose fest. Der Umsatz soll auf 6,1 bis 6,2 Milliarden Euro steigen, das bereinigte EBITA bei rund 725 Millionen Euro liegen. Zum Wachstum soll vor allem das Streaminggeschäft beitragen, das im ersten Quartal erstmals profitabel war.
Auch der laufende Aktienrückkauf stützt die Aktie in dieser Übergangsphase. Bis Ende 2026 sind insgesamt 4 Millionen eigene Aktien vorgesehen. Ob der Boden bei 30 Euro hält, wird sich vor allem daran zeigen, wie rasch Sky Deutschland integriert wird und ob das Streaminggeschäft den erwarteten Ertragspfad bestätigt.
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