Sparmaßnahmen, Führungswechsel und ein milliardenschwerer Zukauf — bei RTL Group verdichten sich gerade mehrere große Entwicklungen zu einem einzigen Moment. Seit heute Morgen läuft das sichtbarste Ergebnis des Umbaus: das neue gemeinsame Morgenmagazin von RTL und ntv.
Automatisiertes Studio statt getrennter Redaktionen
„Deutschland am Morgen“ sendet seit 6 Uhr auf beiden Kanälen gleichzeitig — montags bis freitags, drei Stunden lang. Die bisherigen Formate „Punkt 6″, „Punkt 7″ und „Punkt 8″ liefen am 30. April zum letzten Mal. Produziert wird die Sendung aus einem vollautomatisierten ntv-Studio, das TV, Digital und Social Media in einem integrierten Format zusammenführt.
Hinter dem Relaunch steckt das Restrukturierungsprogramm „Shift 2026″. Rund 600 Stellen fallen konzernweit weg, allein bei RTL News 230 Positionen. Das Einsparpotenzial: etwa 75 Millionen Euro im laufenden Jahr.
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Dividende, Rückkauf und neue Führung
Auf der Hauptversammlung am 29. April schlug der Vorstand eine Dividende von 5,50 Euro je Aktie vor — nach 2,50 Euro im Vorjahr. Der Sprung erklärt sich durch eine Sonderkomponente: 4,74 Euro entfallen auf Erlöse aus einem Vermögensverkauf, nur 0,76 Euro sind die reguläre Bardividende. Ausgezahlt wird am 5. Mai.
Nach Abschluss der Dividendenzahlung setzt RTL Group ein weiteres Aktienrückkaufprogramm auf — geplant sind bis zu 0,5 Millionen zusätzliche Aktien über den Markt. Damit würde das Gesamtvolumen aller bisherigen Rückkäufe auf die ursprünglich angestrebten 4 Millionen Aktien steigen.
Parallel vollzieht sich ein Führungswechsel: CEO Thomas Rabe übergibt im Mai an Clément Schwebig. Bei RTL Deutschland übernimmt Stephan Schmitter die Leitung der künftigen kombinierten Einheit mit Sky Deutschland, Julia Kloke kommt als CFO von Bertelsmann-Tochter Riverty.
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Sky-Übernahme und Streaming auf Kurs
Die Europäische Kommission hat die Übernahme von Sky Deutschland ohne Auflagen genehmigt. Der Abschluss ist für den 1. Juni geplant. Die kombinierte Plattform käme auf rund 12,3 Millionen zahlende Abonnenten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Im Streaming wächst RTL Group bereits aus eigener Kraft: Ende 2025 überschritt die Gruppe die Marke von 8 Millionen zahlenden Abonnenten. Das Management erwartet, dass das Streaming-Geschäft 2026 erstmals profitabel wird. Digitale Werbeerlöse stiegen um 27,7 Prozent auf 517 Millionen Euro und kompensierten damit 68 Prozent des Rückgangs im klassischen TV-Werbemarkt.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt RTL Group einen Umsatz zwischen 6,1 und 6,2 Milliarden Euro an, das bereinigte EBITA soll um rund 10 Prozent auf etwa 725 Millionen Euro steigen. Mittelfristig — gestützt auf Sky-Synergien, steigende Fremantle-Gewinne und KI-Effizienzgewinne — lautet das Ziel: 1 Milliarde Euro bereinigtes EBITA. Die Q1-Zahlen werden im Mai veröffentlicht und liefern den ersten Gradmesser dafür, ob der Umbau auch in den Zahlen ankommt.
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