RWE: EBITDA springt 25 Prozent auf 1,6 Milliarden

RWE überzeugt mit starkem Quartal, Aktienrückkauf und Ausbau der Erneuerbaren. Die Prognose bleibt stabil, die Dividende steigt.

Rwe Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktienkurs steigt auf 57,24 Euro
  • Bereinigtes EBITDA legt um 25% zu
  • Eigene Aktien überschreiten Fünf-Prozent-Marke
  • Dividende soll auf 1,32 Euro erhöht werden

RWE befindet sich auf Erholungskurs. Der Energiekonzern profitiert von einer Mischung aus operativer Stärke, milliardenschweren Investitionen und einem klaren Bekenntnis zur eigenen Aktie. Am Montag klettert das Papier auf 57,24 Euro – ein Plus von 1,63 Prozent.

Damit setzt sich der Titel von der 50-Tage-Linie (57,94 Euro) ab und notiert nur noch gut 7 Prozent unter seinem Rekordhoch von 61,70 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Gewinn von über 22 Prozent zu Buche. Die Erholung sitzt tief – das 52-Wochen-Tief von 32,49 Euro liegt bereits gut 14 Monate zurück.

Italien und Hambach: Bauprojekte laufen

Der Konzern untermauert den Höhenflug mit einem beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren. In Italien startete RWE den Bau des Windparks „Serra Giannina“ mit sechs Turbinen und 42 Megawatt Leistung. Hinzu kommen Anlagen mit kumulierten 200 Megawatt, die im Land derzeit im Bau sind.

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Parallel dazu treibt der Konzern die heimische Solaroffensive voran. Im rheinischen Revier entsteht der Solarpark „Manheimer Bucht“ mit 16,5 Megawatt-Peak. Ab Ende 2026 soll ein Batteriespeicher mit 80 Megawattstunden die Anlage ergänzen. Keine Prestigeprojekte – aber klare Schritte in die richtige Richtung.

Stärke aus dem ersten Quartal

2026 legt RWE einen starken Jahresstart hin. Das bereinigte EBITDA stieg um 25 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Der Gewinn je Aktie zog ebenfalls um ein Viertel auf 0,85 Euro an. Trotz des hohen Investitionsprogramms – 6 bis 8 Milliarden Euro netto sind geplant – bleibt die Bilanz stabil. Die Nettoverschuldung liegt bei 15,6 Milliarden Euro, innerhalb der selbst gesetzten Grenzen.

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Ein weiteres Signal kommt aus der Kapitalverwaltung: Der Bestand an eigenen Aktien überschritt die melderechtlich relevante Fünf-Prozent-Schwelle. RWE hält nun 5,01 Prozent der Stimmrechte. Ein Signal, das Anleger als konsequente Kapitalmarktstrategie deuten.

Prognose bestätigt, Dividende steigt

Der Vorstand bleibt bei seiner Jahresprognose – ein bereinigtes EBITDA am unteren Ende der Spanne von 5,2 bis 5,8 Milliarden Euro. Die Dividende soll von 1,20 auf 1,32 Euro je Aktie steigen. Ein solider Plan, der auf Beständigkeit setzt.

Die nächsten Daten liefert der Zwischenbericht im August. Mitte November folgt die Quartalsmitteilung für die ersten neun Monate. Bis dahin entscheidet sich, ob RWE die Erholung nachhaltig fortsetzen kann. Die Fundamentaldaten liefern jedenfalls die Basis dafür.

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