RWE, Tesla & Mobilfunk: Wenn Energiepreise sinken, Elon Musk auf 2026 setzt – und Silvester-Daten Rekorde brechen

RWE-Chef Krebber kündigt sinkende Strom- und Gaspreise für 2026 an. Ein Analyst sieht für Tesla ein Wendejahr, während die Mobilfunknetze an Silvester neue Datenrekorde verzeichnen.

RWE, Tesla & Mobilfunk: Wenn Energiepreise sinken, Elon Musk auf 2026 setzt – und Silvester-Daten Rekorde brechen
Kurz & knapp:
  • RWE prognostiziert günstigere Energiepreise für Verbraucher
  • Canaccord-Analyst erwartet starkes Jahr für Tesla
  • Mobilfunkdatenverbrauch erreicht Silvester-Höchstwerte
  • Alstom kämpft um Milliardenauftrag für Berliner S-Bahn

Liebe Leserinnen und Leser,

7,5 Millionen Telefonate in einer einzigen Stunde – so viele Neujahrswünsche jagten allein durchs Vodafone-Netz, als 2026 begann. 78 Sekunden dauerte jedes Gespräch im Schnitt, dazu kamen 4,5 Millionen Gigabyte Datenvolumen in der Silvesternacht. Zahlen, die nicht nur zeigen, wie vernetzt wir leben, sondern auch, welche Infrastruktur dahintersteckt. Während die Netzbetreiber ihre Kapazitäten ausbauen, verspricht RWE-Chef Markus Krebber sinkende Energiepreise für 2026 – eine Entlastung, die viele Deutsche dringend brauchen. Und Tesla? Der E-Auto-Pionier blickt trotz aktueller Turbulenzen optimistisch ins neue Jahr, wenn man einem Analysten glauben darf.

RWE verspricht günstigeren Strom – doch das System bleibt fragil

„Unterm Strich wird es für viele Stromkunden 2026 günstiger werden“, sagt Markus Krebber, Chef des Energieriesen RWE. Die Großhandelspreise beim Strom seien stabil, und durch staatliche Zuschüsse für Netzentgelte sinke die Belastung für Verbraucher spürbar. Laut Vergleichsportal Verivox können Haushalte mit einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden rund 77 Euro brutto sparen – ein willkommenes Signal nach Jahren explodierender Energiekosten.

Auch bei Gas rechnet Krebber mit Entspannung: Wachsendes Angebot an Flüssiggas (LNG) drücke die Preise, wovon RWE in den nächsten zwei Jahren profitieren dürfte. Die Gasversorgung für diesen Winter sieht er als gesichert an – solange es nicht extrem kalt wird. „Das Energiesystem ist auf Kante genäht, das ist riskant“, warnt er. Der Ausbau der LNG-Terminals sei entscheidend, um auch in harten Wintern gewappnet zu sein.

Doch hinter den Kulissen tickt die Uhr: RWE will 2030 aus der Kohle aussteigen und fordert vom Bund eine schnelle Ausschreibung für neue Gaskraftwerke. „Wir brauchen im ersten Quartal 2026 die Ausschreibung, dann können die ersten Gas-Blöcke bis Ende 2029 in Betrieb gehen“, so Krebber. Drei Gigawatt Kapazität plant das Unternehmen – eine Investition, die Planungssicherheit und eine schlanke Bürokratie voraussetzt. Falls die Politik einen längeren Betrieb der Braunkohle-Kraftwerke bis 2033 wünscht, stellt RWE klare Bedingungen: Der Staat muss die Reserve organisieren und die COâ‚‚-Zertifikate bezahlen. Für deutsche Anleger bleibt spannend, ob RWE den Spagat zwischen Energiewende und Versorgungssicherheit meistert – und ob die versprochenen Preissenkungen tatsächlich bei den Verbrauchern ankommen.

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Tesla: Ein Analyst sieht 2026 als „Schlaraffenjahr“

Während viele Beobachter bei Tesla skeptisch auf schwächelnde Absatzzahlen blicken, wagt Canaccord-Analyst George Gianarikas eine optimistische Prognose: 2026 könnte ein Wendejahr für den E-Auto-Pionier werden. Seine Begründung? Eine Welle neuer Produkte und ein sich bereinigender US-Markt, der Tesla am Ende in die Karten spielt.

Gianarikas erwartet, dass die Hochlaufphase des CyberCab und des Optimus Gen 3 Roboters Fahrt aufnimmt. Auch beim Semitruck könnte die Produktion beschleunigt werden, während das Energiespeicher-Geschäft mit dem neuen Megapack 3 weiter wächst. „2026 is shaping up to be a bountiful year for Tesla“, so der Analyst – ein Jahr voller neuer Produktkatalysatoren.

Interessant ist seine Einschätzung zum US-Markt: Das Auslaufen der großzügigen E-Auto-Subventionen habe die Nachfrage kurzfristig belastet, doch nun sortiere sich der Markt neu. Schwächere Modelle verschwänden, Preise normalisierten sich, und der Wettbewerb konzentriere sich auf Hersteller mit echten E-Plattformen, Software-Kompetenz und Kosteneffizienz. In dieser Konstellation sieht Gianarikas Tesla als einzigen voll skalierten, integrierten E-Auto-Anbieter in den USA – mit Rivian als einzigem ernsthaftem Langzeit-Konkurrenten im Massenmarkt.

Canaccord setzt ein Kursziel von 551 US-Dollar an, basierend auf einem 46-fachen Multiplikator der geschätzten Non-GAAP-Gewinne für 2028 von 11,98 Dollar je Aktie. Die hohe Bewertung rechtfertige sich durch langfristige Wachstumschancen in Robotik, autonomem Fahren und Energiespeicherung – allerdings mit wenig Spielraum für Fehler. Für deutsche Anleger bleibt Tesla eine Wette auf Elon Musks Fähigkeit, seine Vision in die Realität umzusetzen. Ob 2026 tatsächlich das erhoffte „Schlaraffenjahr“ wird, hängt davon ab, ob die neuen Produkte liefern – und ob der Markt Tesla die Premium-Bewertung weiterhin zugesteht.

Silvester-Datenflut: Deutsche Mobilfunknetze unter Hochspannung

4,5 Millionen Gigabyte bei Vodafone, 3,9 Millionen bei der Telekom, 5,7 Millionen bei O2 Telefónica – die Silvesternacht 2025/2026 stellte einen neuen Rekord beim Datenverbrauch auf. Zwischen 20 Uhr und 3 Uhr morgens jagten so viele Daten durchs Netz wie nie zuvor. Bei Vodafone entspricht das einem Plus von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr, bei der Telekom waren es 35 Prozent mehr.

Warum dieser drastische Anstieg? Die Menschen nutzen ihre Smartphones intensiver als je zuvor: Video-Telefonate in HD, hochauflösende Selfies, KI-Anfragen und vor allem Streaming. Immer mehr Videos werden direkt über Mobilfunk geschaut, statt über WLAN. Vodafone-Chef Marcel de Groot sieht auch technische Gründe: „Es gibt immer weniger Funklöcher und an immer mehr Orten schnellen 5G-Mobilfunk – auch auf dem Land.“ Bessere Netze führen zu höherer Nutzung – ein sich selbst verstärkender Effekt.

Interessant ist die Verschiebung zwischen den Anbietern: Der starke Zuwachs bei Vodafone und das geringe Plus bei O2 (nur 3,6 Prozent) hängen mit der Umstellung von Millionen 1&1-Kunden zusammen. Sie werden inzwischen über das Vodafone-Netz verbunden, nicht mehr über O2. Ein Hinweis darauf, wie dynamisch sich der Mobilfunkmarkt entwickelt.

Auch beim klassischen Telefonieren gab es Rekorde: 7,5 Millionen Anrufe allein in der ersten Stunde des neuen Jahres bei Vodafone, ähnlich viele bei O2. Durchschnittlich 78 Sekunden dauerte jedes Gespräch – gerade lang genug für ein „Frohes Neues Jahr“. Doch der langfristige Trend ist klar: Klassische Telefonie schrumpft, Datennutzung explodiert. Für Anleger, die auf Telekommunikationsaktien setzen, bedeutet das: Die Zukunft liegt im Netzausbau und in der Kapazität für Datenverkehr. Wer hier nicht investiert, verliert den Anschluss.

Alstom kämpft um S-Bahn-Auftrag – Gewerkschaft fordert Kompromiss

15 Milliarden Euro schwer ist die Ausschreibung für Teile des Berliner S-Bahn-Netzes – das größte Vergabeverfahren für den öffentlichen Nahverkehr in Europa. Es geht um den Betrieb mehrerer Linien ab den 2030er Jahren, 1.400 neue Wagen und Wartung über 30 Jahre. Den Zuschlag erhielt ein Konsortium aus Deutscher Bahn, Stadler und Siemens. Alstom ging leer aus – und klagte.

Die IG Metall will nun das Brandenburger Alstom-Werk in Hennigsdorf ins Spiel bringen. „Unser Ziel ist es, alle drei an einen Tisch zu bringen – gern unter Leitung von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder“, sagt Jan Otto, Leiter des IG Metall-Bezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen. „Wir haben genug Auftragsvolumen für alle Werke in Deutschland. Wir können kein Interesse daran haben, dass sich Alstom, Stadler und Mobility untereinander verklagen.“

Für Alstom-Anleger ist der Ausgang dieser Klage von Bedeutung: Ein Erfolg würde dem Unternehmen einen Milliardenauftrag sichern und das deutsche Werk stabilisieren. Eine Niederlage könnte dagegen Kapazitäten ungenutzt lassen und Druck auf die Beschäftigung ausüben. Die Gewerkschaft hofft auf einen politisch vermittelten Kompromiss, der allen Beteiligten einen Teil des Kuchens sichert. Ob das gelingt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen – und könnte wegweisend dafür sein, wie Deutschland künftig mit großen Infrastrukturprojekten umgeht.

Ausblick: Was die kommenden Tage bringen

Die ersten Handelstage des Jahres werden zeigen, ob die Märkte an die Jahresendrallye anknüpfen können oder ob Gewinnmitnahmen dominieren. Bei Tesla dürfte die Debatte weitergehen: Ist 2026 wirklich das Jahr der Wende, oder bleibt es bei schönen Versprechen? RWE wird daran gemessen werden, ob die angekündigten Preissenkungen tatsächlich bei den Verbrauchern ankommen – und ob die Politik die geforderten Weichen für den Kohleausstieg stellt.

In den USA richtet sich der Blick auf zehn zentrale politische Risiken, die TD Cowen für 2026 identifiziert hat: Von Steuerrückerstattungen über Deregulierung bis hin zu Handelskonflikten und einer möglichen Umbesetzung an der Fed-Spitze. Die Bandbreite möglicher Szenarien sei „so groß wie nie“, warnen die Analysten. Für deutsche Anleger bedeutet das: Volatilität bleibt der Begleiter, Flexibilität die beste Strategie.

Ich wünsche Euch ein erfolgreiches Börsenjahr 2026 – möge es weniger turbulent werden, als die Prognosen vermuten lassen.

Viele Grüße
Andreas Sommer

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