Milliarden an freiem Cashflow und eine aggressive KI-Strategie reichen derzeit nicht aus, um den Markt zu überzeugen. Bei Salesforce klaffen operative Ambitionen und die Stimmung der Anleger weit auseinander. Während der Softwarekonzern massiv in seine Agentforce-Plattform investiert, zweifelt die Wall Street an der tatsächlichen Monetarisierung dieser neuen Werkzeuge.
Am Freitag verzeichnete die Aktie zwar ein Plus von 4,65 Prozent auf 149,74 Euro. Dieser kleine Anstieg ändert allerdings wenig am übergeordneten Abwärtstrend.
Seit Jahresbeginn belaufen sich die Kursverluste auf fast 31 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei gut 261 Euro ist das Papier mittlerweile weit entfernt und notiert deutlich unter der 200-Tage-Linie.
Neue Transparenz für das KI-Geschäft
Der 27. Mai rückt damit in den Fokus. An diesem Tag präsentiert das Management die Zahlen für das abgelaufene Quartal. Eine geplante Änderung der Berichtsstruktur dürfte dabei besonders aufmerksam verfolgt werden. Das Unternehmen will KI-bezogene Umsätze künftig isoliert ausweisen. Diese Transparenz soll belegen, ob die Agentforce-Produkte tatsächlich handfeste Erlöse generieren.
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Die Prognosen für das Gesamtjahr sehen einen Umsatz von rund 46 Milliarden US-Dollar vor. Das entspricht einem Wachstum von etwa zehn Prozent.
Parallel dazu erwartet der Vorstand einen freien Cashflow von mehr als 16 Milliarden Dollar. Angesichts dieser Ertragskraft wirkt das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14 vergleichsweise moderat.
Produkteinführungen und ein prominenter Abgang
Operativ treibt der Konzern den Wandel zur KI-gestützten Plattform voran. Das kommende „Summer ’26“-Update bringt über 50 spezialisierte KI-Agenten, die direkt in Anwendungen wie Slack oder Microsoft Teams integriert sind. Eine vertiefte strategische Partnerschaft mit dem Bildungsanbieter Pearson flankiert diese Entwicklung. Ziel ist es, die eigene Belegschaft gezielt für den Umgang mit künstlicher Intelligenz weiterzubilden.
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Auf Investorenseite gab es indes eine bemerkenswerte Verschiebung. Der aktivistische Hedgefonds Starboard Value hat seine Position im ersten Quartal komplett aufgelöst. Der Investor war 2025 nach einer früheren Kampagne wieder eingestiegen, zieht sich nun aber aus dem Aktionärskreis zurück.
Analysten uneins
Die Einschätzungen der Wall Street fallen gemischt aus. Morgan Stanley hält an der Übergewichtung mit einem Kursziel von 287 US-Dollar fest. JMP Securities traut der Aktie sogar 315 Dollar zu und verweist auf das Wachstumspotenzial durch Agentforce. Citi senkte das Ziel hingegen auf 188 Dollar.
Am 27. Mai müssen nun konkrete Zahlen liefern, was bisher nur als strategisches Versprechen im Raum steht. Fällt das Wachstum der KI-Sparte schwächer aus als erhofft, droht ein Test des jüngsten 52-Wochen-Tiefs bei knapp 140 Euro.
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