Salesforce hat sein Produktportfolio um eine Plattform erweitert, die das Unternehmen strategisch neu positioniert: Agentforce Operations zielt nicht mehr auf das klassische Kundenmanagement, sondern auf die Automatisierung interner Unternehmensprozesse. Der Launch am 29. April 2026 markiert den bislang deutlichsten Schritt weg vom CRM-Kerngeschäft.
KI-Agenten für Buchhaltung und Onboarding
Die neue Plattform basiert auf Technologie des übernommenen Unternehmens Regrello und koordiniert KI-Agenten für Aufgaben wie Rechnungsprüfung, Mitarbeiter-Onboarding und Lieferkettenplanung. Salesforce gibt an, die Durchlaufzeiten bei Prüf- und Onboarding-Prozessen um bis zu 70 Prozent senken zu können. Rund 80 Prozent der manuellen Dateneingaben sollen wegfallen.
Ein wesentlicher Unterschied zu älteren Automatisierungslösungen: Konfigurationsänderungen lassen sich per natürlicher Sprache vornehmen, ohne IT-Aufwand. Das senkt die Einstiegshürde für operative Teams erheblich.
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1.000 Neueinstellungen als Gegensignal
Einen Tag vor dem Launch kündigte CEO Marc Benioff an, 1.000 Hochschulabsolventen einzustellen. Das Signal ist bewusst gesetzt: In einer Branche, die intensiv darüber diskutiert, ob KI Einstiegsjobs vernichtet, setzt Salesforce auf das Narrativ der Mensch-KI-Kollaboration. Die Neueinstellungen sollen Kunden bei der Umsetzung ihrer KI-Strategien unterstützen.
Der Schritt folgt auf eine Phase des Stellenabbaus — im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 buchte Salesforce Restrukturierungskosten von 286 Millionen Dollar.
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Datenschutz-Toggle und Wachstumsziele
Ebenfalls am 29. April führte Salesforce eine neue Datenschutzfunktion ein: Kunden können künftig per einfachem Schalter in der Setup-Oberfläche verhindern, dass ihre Unternehmensdaten zum Training globaler KI-Modelle genutzt werden. Bisher war dafür ein formeller Support-Antrag nötig. Wer die Option aktiviert, dessen Daten werden nach 30 Tagen dauerhaft gelöscht.
Wachstum beschleunigt sich, Aktie unter Druck
Das Gesamtbild der Zahlen ist stark: Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 erzielte Salesforce 41,5 Milliarden Dollar Umsatz, ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Agentforce-Sparte verzeichnete einen jährlich wiederkehrenden Umsatz von 800 Millionen Dollar — ein Anstieg von 169 Prozent. Langfristig peilt das Unternehmen 63 Milliarden Dollar Umsatz bis 2030 an.
Die Aktie schloss am 29. April bei 181,22 Dollar, belastet vom breiteren Abverkauf in SaaS-Titeln. Für die Bewertung wird entscheidend sein, ob das Wachstum der genutzten KI-Arbeitseinheiten — zuletzt 2,4 Milliarden pro Quartal — weiter Fahrt aufnimmt. Das nächste Quartalsergebnis wird zeigen, ob Agentforce Operations die Adoptionskurve spürbar steiler macht.
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