Die Salesforce-Aktie legte heute im Frühhandel rund 2,1 Prozent zu und notierte dabei bei etwa 183 Dollar. Treiber war ein ungewöhnlich offenes Bekenntnis von CEO Marc Benioff zu den eigenen KI-Ausgaben — und eine wachsende Bereitschaft des Marktes, Software-Aktien neu zu bewerten.
Benioffs 300-Millionen-Wette auf Anthropic
Benioff gab öffentlich bekannt, dass Salesforce 2026 nahezu 300 Millionen Dollar für Tokens des KI-Anbieters Anthropic aufwenden wird. Der Großteil dieser Summe fließt in KI-gestützte Entwicklungsarbeit und Coding-Prozesse. Benioff betonte dabei, KI ersetze keine Ingenieure, sondern beschleunige den gesamten Entwicklungszyklus erheblich.
Dazu passt, dass die Agentforce-360-Plattform des Unternehmens mittlerweile auf einen jährlich wiederkehrenden Umsatz von rund 800 Millionen Dollar kommt. Die Plattform ermöglicht Kunden die Auswahl zwischen verschiedenen KI-Modellen — darunter Angebote von OpenAI und Anthropic — und positioniert Salesforce damit als neutralen Infrastruktur-Layer im KI-Ökosystem.
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Ein gespaltenes Bild an der Wall Street
Gleichzeitig schickte die Bank of America eine deutlich kühlere Einschätzung ins Rennen. Analyst Tal Liani sieht bei Salesforce einen strukturellen Wandel, der drei konkrete Risiken mit sich bringt: gedämpftes Wachstum bei Neukunden, begrenzte Upsell-Möglichkeiten und einen schwachen Pfad zur KI-Monetarisierung. Liani modelliert dementsprechend ein langfristiges Wachstum von rund zehn Prozent jährlich — und versah die Aktie mit einem „Underperform“-Rating.
Diese Einschätzung bleibt allerdings eine Außenseiterposition. Von 52 Analysten, die den Titel beobachten, sprechen 39 aktuell eine Kauf- oder Starkauf-Empfehlung aus. Das ist ein breites Fundament an Überzeugung — trotz eines schwierigen Jahres für die gesamte SaaS-Branche.
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Sektorerholung gibt Rückenwind
Der heutige Kursanstieg steht nicht allein. Mehrere Software-Aktien zogen heute spürbar an, während Halbleiterwerte nach einem starken Lauf etwas Luft abließen. Der Markt beginnt, stärker zwischen Unternehmen zu unterscheiden, die durch KI verdrängt werden könnten, und solchen, die durch etablierte Kundenbeziehungen, proprietäre Datenmassen und tiefe Systemintegration von KI profitieren.
Salesforce-Aktionäre haben 2026 bislang dennoch einen ungemütlichen Kurs erlebt. Mit einem 52-Wochen-Tief bei rund 163 Dollar liegt der Titel weit unter früheren Bewertungsniveaus. Die Kombination aus Benioffs KI-Ausgabenbekenntnis, soliden Agentforce-Zahlen und nachlassenden Sektorfantasien zog heute jedenfalls genug Käufer an — zumindest vorläufig.
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