Samsung SDI reagiert auf den wachsenden Markt für stationäre Stromspeicher. Der Konzern baut dafür seine Produktion in Nordamerika massiv um.

Fokus auf LFP-Technologie

Im Zentrum steht das Joint Venture StarPlus Energy in den USA. Bestehende Fertigungslinien werden dort umgerüstet. Ursprünglich sollten diese Batterien mit Nickel-Kobalt-Aluminium-Technologie (NCA) produzieren. Nun setzt Samsung SDI stattdessen auf Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP).

Der Schritt ist eine gezielte Anpassung an den Sektor der Energiespeichersysteme (ESS). LFP-Batterien gelten dort als Standard, da sie langlebiger und kosteneffizienter sind. Parallel dazu warten Entwickler auf neue Richtlinien zu US-Steuervorteilen und lokalen Lieferketten. Es handelt sich dabei um eine Optimierung bestehender Kapazitäten, nicht um den Bau völlig neuer Anlagen.

Marktumfeld und Kursentwicklung

An der Börse sorgte die Aktie zuletzt für Bewegung. In Seoul verlor das Papier am 2. Juni über sieben Prozent auf 602.000 Won. Der südkoreanische Gesamtmarkt KOSPI erreichte derweil Rekordstände.

Analysten von Goldman Sachs hoben ihre Prognosen für den Index an. Sie verwiesen auf den anhaltenden Boom bei Speicherchips und staatliche Programme zur Marktwertsteigerung. Das sorgt für eine hohe Volatilität bei Hardware-Werten.

Hierzulande notiert die Aktie bei 85,60 Euro. Das entspricht einem Plus von 117 Prozent seit Jahresbeginn. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit 22,4 aktuell eine überverkaufte Lage.

Samsung SDI positioniert sich damit frühzeitig für den Ausbau erneuerbarer Energien. Die Nachfrage nach Großspeichern für Stromnetze sowie industrielle Anwendungen dürfte im nächsten Jahrzehnt weltweit deutlich steigen.