Sanofi bringt sich im Wettbewerb um den lukrativen Markt für Neurodermitis-Behandlungen in Stellung. Der Konzern hat die Zulassung für den Antikörper Amlitelimab beantragt. Das Medikament soll das Portfolio rund um den bisherigen Umsatzbringer Dupixent ergänzen.
Die Entscheidung stützt sich auf Daten aus drei Phase-3-Studien. In der COAST-1-Untersuchung erreichten 35,9 Prozent der Patienten bereits nach vier Wochen eine deutliche Verbesserung des Hautbildes. In der Placebo-Gruppe waren es lediglich 19,1 Prozent.
Die SHORE-Studie lieferte ergänzend dazu weitere Belege für die Wirksamkeit. Hier erzielten 32,3 Prozent der Probanden nach zwölf Wochen eine nahezu erscheinungsfreie Haut. Kleinere Rückschläge in Teilzielen der COAST-2-Studie änderten nichts am Zulassungsantrag. Analysten sehen in Amlitelimab eine wichtige Ergänzung für Patienten, die auf bisherige Therapien nicht ausreichend ansprechen.
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Milliarden-Wette auf Künstliche Intelligenz
Sanofi investiert massiv in die Digitalisierung der Wirkstoffsuche. In Mexiko fließen rund 40 Millionen US-Dollar in ein neues Forschungszentrum. Das Ziel ist ehrgeizig: Die Entwicklungszeit für neue Medikamente soll mithilfe von KI um die Hälfte sinken.
In Kanada baut der Konzern seinen Standort in Toronto für 294 Millionen Dollar aus. Dort entstehen 50 neue Stellen für KI-Spezialisten. Sanofi festigt damit seine Position als größter Biopharma-Hersteller des Landes.
Flankierend dazu treibt das Management weitere Projekte voran. Im Dezember 2025 erhielt Wayrilz die EU-Zulassung gegen Immunthrombozytopenie. Hinzu kommen neue Genehmigungen für Tzield und Cablivi in den USA sowie Plozasiran in China.
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Starke Zahlen zum Chefwechsel
Der operative Start ins Jahr verlief erfolgreich. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz währungsbereinigt um 13,6 Prozent. Der Gewinn je Aktie legte im gleichen Schritt um 14 Prozent zu.
Seit dem 1. Mai führt Belén Garijo das Unternehmen als neue Vorstandsvorsitzende. Die Börse reagierte zuletzt verhalten auf die Nachrichten. Die Aktie schloss in Paris bei 77,24 Euro.
Im zweiten Halbjahr stehen weitere klinische Daten an. Dann erwartet der Konzern Ergebnisse aus der ESTUARY-Langzeitstudie. Diese Daten werden entscheidend für die Marktpositionierung von Amlitelimab sein.
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