SAP meldet wichtige Fortschritte in der Cloud. Die Realität an der Börse sieht allerdings anders aus. Das Papier verliert am Freitag 2,40 Prozent auf 139,06 Euro. Damit rückt das Jahrestief von 130,80 Euro bedrohlich nah.

Neue Großkunden für die Cloud

Der Softwarekonzern sichert sich vier neue globale Großkunden. JYSK, GBM, die DIFARE Group und die Plastilene Group setzen künftig auf SAP Cloud ERP Private. Die Unternehmen lagern ihre Geschäftsprozesse auf virtuelle Server von IBM aus. Das Ziel: sichere und skalierbare IT-Umgebungen.

Die Kooperation mit IBM bietet Kunden einen flexiblen Übergang. Sie skalieren ihre lokalen Systeme direkt in die Cloud. Laut einer IBM-Studie zahlt sich das deutlich aus. Unternehmen mit integrierter Künstlicher Intelligenz erzielen einen bis zu 27 Prozent höheren Ertrag. Auch die gesamten Betriebskosten sinken spürbar.

Ein zentraler Baustein ist die reibungslose Migration. Kunden wechseln schnell und ohne große Störungen zur SAP Business Data Cloud. Verschiedene Hybrid-Modelle bleiben dabei möglich. Lalit Patil verantwortet das Cloud-Programm bei SAP. Er betont die individuelle Gestaltung dieser Transformation für Bestandskunden.

Düsteres Chartbild

Operative Erfolge stützen den Kurs derzeit nicht. Die Aktie notiert klar unter ihren kurz- und langfristigen Trendlinien. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf rund 31 Prozent. Im Jahresvergleich büßte das Papier sogar fast 46 Prozent ein. Die hohe Volatilität verdeutlicht die anhaltende Nervosität der Marktteilnehmer.

Warten auf die Zahlen

Die IBM-Partnerschaft stärkt das Fundament. Der Markt honoriert das aktuell nicht. Investoren blicken auf die kommenden Quartalszahlen, bei denen SAP konkrete Fortschritte beim Cloud-Wachstum ausweisen muss. Zusätzlich verlangen die Aktionäre den klaren Nachweis einer stabilen operativen Marge.