Kann SAP mit strategischen Großdeals wie der REWE-Partnerschaft seine Cloud-Offensive weiter beschleunigen? Der Softwarekonzern festigt seine Position als zentraler Treiber der digitalen Transformation – und setzt dabei auf langfristige Partnerschaften mit Schlüsselkunden. Gleichzeitig unterstreicht die Führungsebene die wachsende Bedeutung von Cloud und KI in unsicheren Zeiten.

REWE Group setzt voll auf SAP Cloud

In einem bedeutenden Schritt für beide Unternehmen migriert die REWE Group 73 SAP-Systeme in die Google Cloud. Basierend auf "RISE with SAP" unterstreicht diese mehrjährige Partnerschaft:

  • Langfristige Bindung: Der Vertrag beinhaltet Verlängerungsoptionen und festigt SAPs Rolle als strategischer IT-Partner.
  • Cloud-Transformation: Die Migration ist ein zentraler Baustein in der Digitalisierungsstrategie des Handelsriesen.
  • Branchensignal: Das Deal zeigt, wie SAP große Konzerne bei der Cloud-Umstellung begleitet.

Österreich-Chef: "Cloud und KI sind kein Kostenfaktor, sondern Sparprogramm"

Andreas Wagner, seit Januar 2025 Geschäftsführer von SAP Österreich, bringt die Strategie auf den Punkt:

"Investitionen in Cloud und künstliche Intelligenz sehen wir nicht als Belastung, sondern als intelligentes Instrument zur Effizienzsteigerung."

Seine Beobachtungen aus dem österreichischen Markt:

  • Trotz schneller Technologiewechsel herrscht große Innovationsbereitschaft bei Kunden.
  • Das Cloud-Geschäft wächst dynamisch, während klassische Lizenzverkäufe zurückgehen.
  • KI-Lösungen werden zunehmend als Antwort auf Lieferkettenprobleme und Marktstörungen nachgefragt.

Wird die Cloud zum neuen Kerngeschäft?

Die aktuellen Entwicklungen zeigen eindrucksvoll SAPs Wandel vom Softwareanbieter zum Cloud-Partner. Mit Großprojekten wie der REWE-Migration beweist das Unternehmen, dass es die digitale Transformation großer Konzerne maßgeblich gestalten kann.

Doch die Frage bleibt: Reicht diese Strategie aus, um im hart umkämpften Cloud-Markt dauerhaft zu bestehen? Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob die Partnerschaften auch in den Umsätzen ankommen.