Einigung auf Schutzregeln im Konzernumbau
Der Walldorfer Softwarekonzern schafft verlässliche Leitplanken für anstehende Reorganisationen im eigenen Haus. Wie das Handelsblatt berichtete, verständigten sich das Unternehmen und der Betriebsrat der Dachgesellschaft am Donnerstag auf eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2028. Sollten Arbeitsplätze im Zuge von Umstrukturierungen wegfallen, verpflichtet sich SAP, den Betroffenen alternative Stellen innerhalb der Unternehmensgruppe anzubieten. Flankiert wird die Vereinbarung durch Weiterbildungsangebote, während bei Versetzungen das bisherige Gehaltsniveau erhalten bleibt.
Für die deutsche Vertriebseinheit ist eine ähnliche Regelung in Arbeit. Die Verständigung mit den Arbeitnehmervertretern sichert dem Management Handlungsspielraum für betriebliche Anpassungen. Das Abkommen schafft damit organisatorische Stabilität für die anstehenden Transformationsschritte.
Am Freitag schloss die Aktie bei 184,70 Euro mit einem Tagesverlust von 1,4 Prozent. Die Notierung behauptet sich damit weiterhin 11 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt.
Technologische Verzahnung in Cloud und KI
Parallel zu den innerbetrieblichen Weichenstellungen erweitert SAP das technologische Partnernetzwerk. Gemeinsam mit NetApp prüft das Unternehmen einen Ausbau der bestehenden Partnerschaft. Dabei stehen eine tiefere Cloud-native Integration von NetApp-Funktionen in die SAP Cloud Infrastructure sowie gemeinsame Initiativen beim Marktauftritt im Fokus.
Zudem vereinbarte SAP mit Petroleum Development Oman eine Zusammenarbeit, um omanische Talente über die Verknüpfung lokaler Programme mit dem Young Professionals Program zu fördern.
Auch im Bereich der künstlichen Intelligenz intensiviert der Konzern seine strategischen Aktivitäten. Am 28. September kündigte SAP eine vertiefte Kooperation mit NVIDIA an. Im Rahmen dieses Projekts wirken Ingenieure der Walldorfer direkt am Open-Source-Code von NVIDIA OpenShell mit.
Die Softwarearchitektur soll direkt in die Plattform SAP Business AI eingebettet und an die Governance-Schicht von Joule Studio angebunden werden. Ziel dieser Integration ist die Bereitstellung standardisierter Kontrollmechanismen für KI-Anwendungen in Unternehmensabläufen.
Kapitalmaßnahmen und Ausblick auf das Quartal
Neben den technologischen Vorhaben setzt das Unternehmen eigene Mittel am Kapitalmarkt ein.
Vor gut einer Woche meldete SAP im Rahmen seines Rückkaufprogramms den Erwerb von 590.000 Aktien, womit das Gesamtvolumen auf 8.895.886 Papiere anwuchs.
Frische Geschäftszahlen folgen in Kürze: Für den 21. Oktober 2026 ist die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal angekündigt.
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