Fast auf dem tiefsten Stand seit einem Jahr — und ausgerechnet jetzt meldet SAP eine kritische Sicherheitslücke in Kernsystemen. Für Unternehmenskunden weltweit ist das kein Routinevorgang.
SQL-Injection mit Höchstwertung
Der April-Patch-Day brachte 22 neue und aktualisierte Sicherheitspatches. Das gravierendste Problem trägt einen CVSS-Score von 9,9 — de facto die höchste Alarmstufe. Die Schwachstelle CVE-2026-27681 steckt in SAP Business Planning and Consolidation sowie SAP Business Warehouse: Ein authentifizierter Nutzer kann damit beliebige SQL-Abfragen ausführen, Datenbankdaten lesen, verändern oder löschen. Eine vollständige Kompromittierung betroffener Systeme wäre möglich.
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Hinzu kommen zwei High-Priority-Lücken: eine Schwachstelle in SAP ERP und S/4HANA (CVSS 7,1), die unbefugten Nutzern eingeschränkte Aktionen erlaubt, sowie eine Code-Injection im SAP NetWeaver Application Server Java. Patches für Informationslecks in SAP HCM und dem HANA Cockpit runden das Paket ab. Administratoren sollten trotz der überschaubaren Anzahl an Top-Prioritäten jede einzelne Note prüfen.
Dividende als stabiler Anker
Während die Sicherheitsmeldungen IT-Teams beschäftigen, haben Anleger andere Kennzahlen im Blick. SAP schlägt für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie vor — ein Plus von 0,15 Euro beziehungsweise 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit 25 Jahren zahlt SAP eine Dividende, ohne sie jemals zu kürzen. Die Hauptversammlung am 5. Mai 2026 muss dem Vorschlag noch zustimmen; Ex-Dividende-Tag ist der 6. Mai.
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Kurs weit unter Schnitt, Zahlen rücken näher
Die Aktie notiert bei 143 Euro und damit knapp drei Prozent über dem Jahrestief von 139,12 Euro, das erst am 10. April markiert wurde. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 29 Prozent verloren und liegt mehr als 30 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt — ein Bild, das technisch erheblichen Gegenwind signalisiert.
Der nächste harte Datenpunkt kommt am 23. April: SAP veröffentlicht nach Börsenschluss die Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Besonders der Cloud-Auftragsbestand wird zeigen, ob die Nachfrage nach Cloud-Lösungen trotz des schwierigen Marktumfelds trägt — und ob das Unternehmen seinen mittelfristigen Wachstumskurs bestätigen kann.
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