Roboter, die direkt aus dem ERP-System gesteuert werden — SAP macht ernst mit dieser Vision. Auf der Fachmesse Sapphire demonstrierte der Konzern, wie physische Maschinen mit betriebswirtschaftlicher Logik verknüpft werden können. Das Ziel: autonome Fabriken und Lager, die SAP-Daten in Echtzeit nutzen.
Nvidia-Partnerschaft als technisches Fundament
Kern der Strategie ist die vertiefte Zusammenarbeit mit Nvidia. SAP will Nvidias Robotik-Fähigkeiten direkt in die eigene Plattform integrieren. Kunden sollen so physische KI-Dienste nahtlos mit ihren Geschäftsprozessen verbinden.
Auf der Sapphire liefen bereits erste Demonstrationen. Der vierbeinige Roboter „Spot“ von Boston Dynamics und der semi-humanoide „Unigon“ von Aimbot Robotics wurden mit Nvidias Trainingssoftware geschult. SAP steuert die Geschäftslogik — und damit, was die Maschinen wann tun.
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Parallel dazu gab SAP am 18. Mai die Kooperation mit Cyberwave bekannt. Der Fokus liegt auf KI-gesteuerter Robotik in der Logistik. Damit wächst das Hardware-Ökosystem rund um die „Autonomous Enterprise“-Strategie.
KI-Governance und technische Infrastruktur
SAP positioniert sich dabei nicht nur als Plattformanbieter, sondern auch als Kontrollinstanz. Der Konzern will die Brücke zwischen autonomen KI-Agenten und regulatorisch konformen Unternehmensabläufen bauen.
Technisch konkret wird das mit einer neuen Initiative rund um das „Application Interface Framework“. SAP plant, dieses Framework in S/4HANA um KI-gestützte Fehlerbehebung zu erweitern. Manuelle Diagnosen von Schnittstellenfehlern sollen automatisierten Recovery-Prozessen weichen. Registrierungen für das Feedback-Projekt laufen seit dem 18. Mai bis Mitte Juni.
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Die technologische Basis hatte SAP bereits Anfang Mai gestärkt — durch die Übernahmen von Prior Labs und Dremio, die das Portfolio um Foundation-Modelle und agentische KI erweiterten.
Aktie weit unter Jahreshoch
Die strategische Offensive trifft auf eine Aktie unter Druck. Mit einem Minus von rund 44 Prozent über zwölf Monate notiert SAP aktuell bei etwa 149,66 Euro — knapp 45 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 271,60 Euro. Immerhin: In den vergangenen sieben Tagen legte der Kurs um gut fünf Prozent zu.
CEO Christian Klein wird am 3. Juni auf der BNP Paribas Exane CEO Conference in Paris Einblicke in die Strategie geben. Konkrete Finanzzahlen folgen am 23. Juli, wenn SAP die Ergebnisse für das zweite Quartal vorlegt. Dann wird sich zeigen, ob die Physical-AI-Offensive auch in den Büchern Spuren hinterlässt.
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