Der Wind an den Märkten dreht sich — und SAP gehört zu den größten Gewinnern dieses Stimmungswechsels. Gestern kletterte der Titel um rund sechs Prozent auf 156,72 Euro und setzte sich damit an die Spitze des DAX. Das ist kein Zufall.
Vom Sorgenkind zum Liebling
Monatelang hatten Anleger Software-Aktien gemieden wie ein schlechtes Investment. Die Befürchtung: Künstliche Intelligenz würde klassische SaaS-Geschäftsmodelle aushöhlen, während Chiphersteller wie Infineon oder ASML als die eigentlichen KI-Profiteure galten. Doch dieses Bild bröckelt gerade sichtbar. Infineon verlor gestern 2,6 Prozent, ASML gab 1,2 Prozent nach — das freigewordene Kapital floss direkt in Software-Titel.
SAP war nicht allein. Nemetschek legte zehn Prozent zu, Atoss Software sogar knapp 14 Prozent. Der gesamte europäische Software-Sektor erlebte eine spürbare Neubewertung. Was steckt dahinter? Offenbar wächst die Überzeugung, dass etablierte Softwareanbieter KI als Wachstumstreiber nutzen können — statt von ihr verdrängt zu werden.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SAP?
Deutsche Bank bleibt bei „Buy“
Rückenwind kommt auch von der Analystenfront. Deutsche Bank Research bestätigte die Kaufempfehlung für SAP mit einem Kursziel von 200 Euro. Analyst Johannes Schaller verwies dabei auf die KI-Strategie und den Innovationsfahrplan, die SAP zuletzt auf seiner Hausmesse Sapphire sowie einer Analystenkonferenz präsentiert hatte. Schaller sieht darin einen klaren Schritt in die richtige Richtung — mit niedrigen Anpassungsbarrieren für Kunden und konkretem Mehrwert.
Hinzu kommt das solide Quartalsergebnis vom 23. April: Der Gewinn legte kräftiger zu als erwartet — ein Fundament, das die aktuelle Kursbewegung substanziell untermauert.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SAP?
Nächster Prüfstein: Nvidia
Die Erholung steht allerdings noch auf einem Test. Heute Abend nach US-Börsenschluss legt Nvidia seine Quartalszahlen vor. Der Chipdesigner gilt als Gradmesser für den gesamten KI-Sektor — und die Erwartungen sind hoch. Enttäuscht Nvidia, könnten Anleger innerhalb des Technologiesektors weiter in Richtung Software rotieren, was SAP zusätzlichen Auftrieb verschaffen würde. Erfüllt Nvidia die Erwartungen oder übertrifft sie sogar, könnte die Aufmerksamkeit vorübergehend zurück zu den Hardwaretiteln wandern.
Für SAP läuft die Erholung — gestützt durch starke Quartalszahlen, ein bekräftigtes Analysten-Kursziel und eine breit angelegte Neupositionierung im Tech-Sektor. Der Weg zur 200-Euro-Marke, die Deutsche Bank als Ziel ausgibt, ist noch weit. Aber der Richtungswechsel ist eingeleitet.
SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 20. Mai liefert die Antwort:
Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


