SAP: KI-Tools für ECC-Kunden geplant

SAP macht KI-Tools künftig auch für On-Premise-Kunden zugänglich und kauft die Plattform Dremio. Die Aktie verliert trotz starkem Cloud-Wachstum weiter an Wert.

SAP Aktie
Kurz & knapp:
  • KI-Angebot für Bestandskunden ohne Cloud
  • Übernahme der Data-Plattform Dremio
  • Cloud-Wachstum von 27 Prozent im Quartal
  • Aktienkurs seit Jahresbeginn stark gefallen

Starke Cloud-Zahlen, schwacher Aktienkurs – bei SAP klaffen operatives Geschäft und Börsenrealität derzeit weit auseinander. Nun plant der Softwarekonzern offenbar einen markanten Kurswechsel. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg will das Management seine neuen KI-Lösungen künftig auch Kunden ohne Cloud-Migration zugänglich machen. Im Zentrum stehen dabei Nutzer der etablierten On-Premise-Plattform ECC.

Abkehr vom bisherigen Cloud-Zwang

Dieser Schritt markiert eine Neuausrichtung der bisherigen Strategie. Bislang nutzte SAP exklusive KI-Werkzeuge als Hebel, um Bestandskunden in das lukrativere Cloud-Abonnement zu drängen. Indes verändern Start-ups wie Anthropic die Marktdynamik rasant. Sie bieten Automatisierungslösungen an, die klassische Unternehmenssoftware teilweise ersetzen und traditionelle Anbieter unter Zugzwang setzen. Um keine Marktanteile an diese agilen Angreifer zu verlieren, öffnet Vorstandschef Christian Klein das KI-Portfolio nun auch für ältere Systeme.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SAP?

Datenfundament durch Zukauf

Parallel dazu stärkt der Konzern seine technologische Basis durch eine Übernahme. SAP hat vereinbart, die Data-Lakehouse-Plattform Dremio zu kaufen. Das Ziel ist eine beschleunigte Entwicklung von agentischer KI. Die Software soll interne und externe Daten in Echtzeit für analytische Prozesse kombinieren und als universeller Katalog fungieren. Jeder angebundene Bereich erhält so einen einheitlichen Zugang zum Unternehmenskontext. Finanzielle Details bleiben unter Verschluss. Der Abschluss der Transaktion wird für das dritte Quartal 2026 erwartet.

Aktie im Abwärtssog

An der Börse herrscht derweil Skepsis. Seit Jahresbeginn hat die SAP-Aktie fast 26 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell bei rund 150 Euro. Der Abstand zum langfristigen gleitenden Durchschnitt verdeutlicht den anhaltenden Abwärtstrend.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SAP?

Die Kursverluste überraschen auf den ersten Blick. Im ersten Quartal verzeichnete das Unternehmen ein währungsbereinigtes Cloud-Wachstum von 27 Prozent, gestützt von einem Auftragsbestand von knapp 22 Milliarden Euro. Ein teurer Rechtsstreit belastete das Ergebnis allerdings spürbar. Das Management hält dennoch an der Jahresprognose fest.

Weitere Details zur neuen KI-Strategie folgen in Kürze. Vom 11. bis 13. Mai lädt SAP zur hauseigenen Vertriebskonferenz Sapphire nach Orlando. Auf dem Event wird der Vorstand voraussichtlich die überarbeitete Roadmap für das On-Premise-Geschäft konkretisieren.

SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 6. Mai liefert die Antwort:

Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu SAP

Über Dieter Jaworski 3799 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

Meine Expertise & Arbeitsweise: Transparenz und klare Regeln

Mein Ansatz kombiniert tiefes Fachwissen mit praktischer Erfahrung. Meine Kernkompetenzen umfassen die präzise Aktienanalyse anhand quantitativer und qualitativer Faktoren, die Entwicklung langfristiger Vermögensaufbaustrategien und diszipliniertes Risikomanagement.

Seit 2014 setze ich meine Strategie öffentlich und transparent im Wikifolio „2M – Market Momentum“ um. Dieses Portfolio fokussiert auf Aktien mit starkem Momentum, die gleichzeitig strenge fundamentale Kriterien (Marge, Verschuldung, Ertragskraft) erfüllen. Es spiegelt meine Kernprinzipien wider:

  • Transparenz: Alle Trades im Wikifolio sind öffentlich einsehbar.
  • Substanz: Investitionen nur auf Basis solider Kennzahlen (Umsatz, Gewinn, Cashflow etc.).
  • Disziplin: Regelbasiertes Handeln zur Vermeidung emotionaler Fehlentscheidungen.
  • Nachhaltigkeit: Langfristige Strategien statt kurzfristiger Spekulation.
  • Unabhängigkeit: Keine Interessenkonflikte, nur Ihre finanziellen Ziele im Fokus.

Mein Ziel: Ihr Partner für systematischen Vermögensaufbau

Ich möchte Menschen helfen, ihre Finanzen selbstbewusst und mit einem klaren Plan zu steuern. Mit System, Substanz und meiner jahrzehntelangen Erfahrung unterstütze ich Sie auf Ihrem Weg zum erfolgreichen Vermögensaufbau.