Starke Cloud-Zahlen, schwacher Aktienkurs – bei SAP klaffen operatives Geschäft und Börsenrealität derzeit weit auseinander. Nun plant der Softwarekonzern offenbar einen markanten Kurswechsel. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg will das Management seine neuen KI-Lösungen künftig auch Kunden ohne Cloud-Migration zugänglich machen. Im Zentrum stehen dabei Nutzer der etablierten On-Premise-Plattform ECC.
Abkehr vom bisherigen Cloud-Zwang
Dieser Schritt markiert eine Neuausrichtung der bisherigen Strategie. Bislang nutzte SAP exklusive KI-Werkzeuge als Hebel, um Bestandskunden in das lukrativere Cloud-Abonnement zu drängen. Indes verändern Start-ups wie Anthropic die Marktdynamik rasant. Sie bieten Automatisierungslösungen an, die klassische Unternehmenssoftware teilweise ersetzen und traditionelle Anbieter unter Zugzwang setzen. Um keine Marktanteile an diese agilen Angreifer zu verlieren, öffnet Vorstandschef Christian Klein das KI-Portfolio nun auch für ältere Systeme.
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Datenfundament durch Zukauf
Parallel dazu stärkt der Konzern seine technologische Basis durch eine Übernahme. SAP hat vereinbart, die Data-Lakehouse-Plattform Dremio zu kaufen. Das Ziel ist eine beschleunigte Entwicklung von agentischer KI. Die Software soll interne und externe Daten in Echtzeit für analytische Prozesse kombinieren und als universeller Katalog fungieren. Jeder angebundene Bereich erhält so einen einheitlichen Zugang zum Unternehmenskontext. Finanzielle Details bleiben unter Verschluss. Der Abschluss der Transaktion wird für das dritte Quartal 2026 erwartet.
Aktie im Abwärtssog
An der Börse herrscht derweil Skepsis. Seit Jahresbeginn hat die SAP-Aktie fast 26 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell bei rund 150 Euro. Der Abstand zum langfristigen gleitenden Durchschnitt verdeutlicht den anhaltenden Abwärtstrend.
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Die Kursverluste überraschen auf den ersten Blick. Im ersten Quartal verzeichnete das Unternehmen ein währungsbereinigtes Cloud-Wachstum von 27 Prozent, gestützt von einem Auftragsbestand von knapp 22 Milliarden Euro. Ein teurer Rechtsstreit belastete das Ergebnis allerdings spürbar. Das Management hält dennoch an der Jahresprognose fest.
Weitere Details zur neuen KI-Strategie folgen in Kürze. Vom 11. bis 13. Mai lädt SAP zur hauseigenen Vertriebskonferenz Sapphire nach Orlando. Auf dem Event wird der Vorstand voraussichtlich die überarbeitete Roadmap für das On-Premise-Geschäft konkretisieren.
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