Scottish Mortgage: 3,1 Milliarden Pfund Nettogewinn

Der schottische Investmenttrust verdoppelt seinen Nettogewinn auf 3,1 Milliarden Pfund, getrieben durch SpaceX und KI-Investments.

Scottish Mortgage Investment Aktie
Kurz & knapp:
  • Nettogewinn auf 3,1 Milliarden Pfund verdoppelt
  • SpaceX-Anteil mit 1.900 Prozent Wertsteigerung
  • NAV übertrifft Vergleichsindex deutlich
  • Dividende steigt im 43. Jahr in Folge

Der schottische Investmenttrust meldet fulminante Zahlen. Im Geschäftsjahr bis Ende März 2026 stieg der Nettogewinn auf umgerechnet rund 3,1 Milliarden Pfund – mehr als eine Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahr.

Getrieben wurde das Plus vor allem durch kräftige Wertsteigerungen im Private-Equity-Portfolio. Der NAV pro Aktie kletterte auf 1.315,8 Pence, nach 1.037,0 Pence im Vorjahr. Die Aktie notiert aktuell bei 17,95 Euro – nur rund fünf Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom Montag.

SpaceX als Renditeturbo

Größter Einzeltitel bleibt SpaceX mit rund 19 Prozent Portfolioanteil. Seit dem Ersteinstieg im Dezember 2018 hat sich der Wert dieser Beteiligung verzwanzigfacht – plus 1.900 Prozent.

Erst am Mittwoch gelang dem Raumfahrtkonzern der 12. Testflug seines Starship-Systems. Analysten sprechen von einem „riesigen Leistungssprung“. Zeitgleich verdichten sich die Hinweise auf einen Börsengang im Juni – die Bewertungsspanne liegt zwischen 1,75 und 2 Billionen Dollar.

Weitere Schwergewichte im Portfolio: TSMC (6,5 Prozent), Nvidia (5,6 Prozent), ByteDance (4,8 Prozent) und Amazon (4,0 Prozent).

Expansion in Private Markets

Das Management hat grünes Licht für zusätzliche 250 Millionen Pfund in Private-Equity-Investments erhalten. Chairman Christopher Samuel spricht von einem „Wandel, wie er nur einmal pro Generation vorkommt“ – angetrieben durch künstliche Intelligenz und Raumfahrttechnologie.

Der NAV-Gesamtertrag des Trusts lag bei 27,4 Prozent und übertraf damit den FTSE All-World Index klar, der auf 18,0 Prozent kam. Selbst über zehn Jahre performt Scottish Mortgage mit 435,2 Prozent fast doppelt so stark wie der Vergleichsindex.

Stabile Kosten, steigende Dividende

Trotz der aggressiven Wachstumsstrategie bleibt die Kostenquote mit 0,33 Prozent niedrig. Der Verwaltungsrat schlägt eine Dividendenerhöhung um 4,3 Prozent auf 4,57 Pence je Aktie vor. Es wäre das 43. Jahr in Folge mit steigender Ausschüttung.

Der Verschuldungsgrad liegt stabil bei rund elf Prozent, die durchschnittlichen Finanzierungskosten bei etwa 3,6 Prozent. Die Hauptversammlung findet am 2. Juli in Edinburgh statt – dort stimmen die Aktionäre auch über das erweiterte Anlagemandat ab.

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