Die SEALSQ-Aktie dürfte in den kommenden Wochen für Aufsehen sorgen. Das Unternehmen steht kurz vor einer spektakulären Übernahme im Quantum-Computing-Sektor – und die Dimensionen sind beachtlich.
Am 14. Januar 2026 gab SEALSQ bekannt, exklusive Verhandlungen mit dem französischen Quantum-Computing-Pionier Quobly aufgenommen zu haben. Das Ziel: Zunächst eine Minderheitsbeteiligung, dann der Erwerb der Mehrheit. Geplante Gesamtinvestition? Satte 200 Millionen Dollar. Damit würde SEALSQ einen entscheidenden Schritt in Richtung Hardware-Integration seiner Post-Quantum-Technologie gehen.
Warum ausgerechnet Quobly?
Quobly ist kein gewöhnliches Quantum-Startup. Das 2022 in Grenoble gegründete Unternehmen entwickelt siliziumbasierte Quantenprozessoren mit herkömmlichen Halbleiter-Fertigungsprozessen – ein massiver Vorteil gegenüber exotischeren Ansätzen. Die Technologie basiert auf über 15 Jahren Forschung des französischen CEA-Leti und CNRS.
Mitgründerin Maud Vinet bringt mehr als 300 Publikationen und 70 Patente mit. Ihr Partner Tristan Meunier wurde unter Nobelpreisträger Serge Haroche ausgebildet. 2023 sicherte sich Quobly 19 Millionen Euro in einer Seed-Runde – europäischer Rekord für Quantum-Hardware-Startups. 2025 folgten weitere 21 Millionen Euro für das Q100T-Programm, einen Meilenstein auf dem Weg zu fehlertoleranten Quantencomputern.
Die strategische Partnerschaft mit STMicroelectronics zur Industrialisierung der Chips unterstreicht das Potenzial. SEALSQ will mit Quoblys CMOS-kompatiblen Quantenprozessoren eine Plattform für „sichere“ Quantencomputer schaffen – mit eingebetteter Post-Quantum-Verschlüsselung von Anfang an.
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Starke Bilanz als Fundament
Dass SEALSQ solche Ambitionen verfolgen kann, liegt an der robusten Finanzlage. Per 31. Dezember 2025 verfügte das Unternehmen über mehr als 425 Millionen Dollar Cash – trotz strategischer Investitionen von 30 Millionen Dollar im Laufenden Jahr in WeCan Group, IC ALPS, Quantix Edge und WISeSat.Space.
Die Zahlen für 2025 untermauern die Wachstumsstory: SEALSQ meldete am 13. Januar vorläufige Umsätze von 18 Millionen Dollar für das Gesamtjahr – ein Plus von 66 Prozent gegenüber 2024. Allein im vierten Quartal standen 8 Millionen Dollar zu Buche, doppelt so viel wie im Vorjahresquartal. Haupttreiber waren die gestiegene Nachfrage nach Standardprodukten und fünf Monate Umsatzbeitrag von IC ALPS, das SEALSQ am 4. August 2025 für 12,5 Millionen Euro (plus mögliche Earn-outs bis 4 Millionen Euro) übernommen hatte.
Ehrgeizige Prognose für 2026
Für 2026 bekräftigte CEO Carlos Moreira die bereits kommunizierte Umsatzprognose: 50 bis 100 Prozent Wachstum gegenüber 2025. Das würde Erlöse zwischen 27 und 36 Millionen Dollar bedeuten. Eingerechnet sind erstmals nennenswerte Beiträge der neuen QS7001-Chipfamilie sowie ein volles Jahr IC ALPS.
Die Pipeline klingt vielversprechend: Über 200 Millionen Dollar potenzielle Umsätze bis 2028, davon mehr als 60 Millionen Dollar allein aus QS7001- und Qvault-TPM-Produkten. SEALSQ führt derzeit Gespräche mit 115 potenziellen Kunden in Nordamerika, Europa und Asien-Pazifik.
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Smart-Meter-Offensive gewinnt an Fahrt
Ein weiterer Wachstumstreiber: Das Smart-Meter-Geschäft zieht deutlich an. SEALSQ erweiterte seine Partnerschaft mit Landis+Gyr und wird PKI-Dienste für über 24 Millionen intelligente Stromzähler im britischen Smart Metering Implementation Programme bereitstellen. Zusätzliche Verträge mit Hager, Wago, Delta Dore, Warema, Tedee und Digi sollen wiederkehrende Umsätze aus Zertifikatsverwaltung und Device-Provisionierung generieren – ein lukratives Abo-Modell.
Die VaultIC-Mikrocontroller von SEALSQ sorgen dabei für Datenschutz nach EU-Cybersecurity-Standards und Matter-Compliance. Erste Pilotprojekte sollen 2026 in die Vollproduktion übergehen.
Strategisches Puzzle nimmt Gestalt an
Die geplante Quobly-Übernahme fügt sich nahtlos in SEALSQs Quantum-Roadmap ein. Bereits im November 2025 hatten beide Unternehmen eine strategische Kooperation verkündet. Mit Quobly an Bord würde SEALSQ nicht nur Post-Quantum-Verschlüsselung liefern, sondern auch die Hardware selbst kontrollieren – vom Chip bis zum fertigen Quantencomputer.
Carlos Moreira betont: „Quantencomputer werden strategische Infrastruktur. Sicherheit muss von Tag eins an auf Hardware-Ebene eingebettet sein.“ Die Kombination aus Quoblys CMOS-kompatibler Quantum-Technologie und SEALSQs Post-Quantum-Root-of-Trust könnte tatsächlich eine Referenzplattform für Europa schaffen.
Sollten die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden – vorbehaltlich Due Diligence und behördlicher Genehmigungen –, könnte SEALSQ 2026 zum Schlüsseljahr werden. Die Frage ist nur noch: Wann genau fällt der Startschuss?
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