Bank of America hat die Abdeckung von ServiceNow am 18. Mai mit einem „Buy“-Rating und einem Kursziel von 130 Dollar wiederaufgenommen. Das Timing war kein Zufall: Die Aktie hatte zuvor rund 34 Prozent seit Jahresbeginn verloren. Analyst Tal Liani sieht das Unternehmen nicht als KI-Opfer, sondern als Profiteur.
Warum Bank of America jetzt bullish ist
Das Kernargument der Bank: ServiceNow übernimmt eine zentrale Rolle beim Steuern und Prüfen von KI-Agenten in Unternehmensabläufen. Diese Funktion sei „mission-critical“ und kaum zu ersetzen. Die Analysten rechnen bis 2028 mit jährlichem Umsatzwachstum zwischen 18 und 22 Prozent. Die freie Cashflow-Marge soll dabei 35 bis 37 Prozent erreichen.
Die Aktie reagierte prompt. Am Tag der Wiederaufnahme stieg sie um 8,8 Prozent auf 103,42 Dollar — der stärkste Tagesanstieg seit April 2025.
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30 Milliarden Dollar bis 2030
Einen Tag später, auf der J.P. Morgan Global Technology Conference, legte COO Amit Zavery nach. Er nannte ein konkretes Ziel: 30 Milliarden Dollar Abonnementumsatz bis 2030. Das wäre eine Verdopplung gegenüber dem aktuellen Tempo.
Zavery skizzierte drei Hebel dafür: die Integration der Akquisition des Cybersicherheitsunternehmens Armis, eine neue Produktbündelung zur Steigerung des Umsatzes pro Kunde und den Ausbau von KI-Agenten durch ein gemeinsames Ingenieursprogramm. Ergänzend dazu betreibt ServiceNow einen sogenannten „AI Control Tower“ — ein Tool zur Verwaltung und Absicherung von KI-Fähigkeiten im Unternehmen.
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Insider verkaufen, Hauptversammlung steht an
Während die Aktie anzieht, haben mehrere Insider zuletzt Anteile abgestoßen. Director Paul Chamberlain verkaufte am 14. Mai 1.500 Aktien zu durchschnittlich 87,23 Dollar. Directorin Anita Sands trennte sich am selben Tag von 16.445 Aktien zu 90,14 Dollar. Beide Transaktionen liefen über vorab festgelegte Handelspläne nach Rule 10b5-1.
Am 21. Mai findet die ordentliche Hauptversammlung statt. Auf der Tagesordnung stehen die Wahl von neun Direktoren, die Abstimmung über die Vergütung des Managements und die Aufstockung des Aktienoptionsprogramms von 2021. Letzteres ist ein Tagesordnungspunkt, den der Vorstand befürwortet — ein Aktionärsantrag zum Handeln per Umlaufbeschluss hingegen nicht.
Trotz der jüngsten Kurserholung liegt die Aktie noch immer mehr als 50 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Ob das Narrativ rund um Agentic AI ausreicht, diesen Rückstand aufzuholen, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell ServiceNow die angekündigten Umsatzziele mit konkreten Kundenzahlen unterlegt.
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