Die Papiere von ServiceNow klettern am Dienstag um über vier Prozent auf 98,48 Euro. Der Auslöser ist eine erweiterte Partnerschaft mit Accenture. Beide Konzerne greifen gemeinsam veraltete Risiko-Plattformen in IT-Abteilungen an.
Der Plan ist simpel. Ein neues KI-Werkzeug von Accenture soll den Wechsel auf die ServiceNow-Plattform automatisieren. Das senkt die traditionell hohen Wechselkosten für Kunden enorm. Die Aktienmärkte honorieren diesen Schritt. Auf Wochensicht legte der Kurs bereits um gut 13 Prozent zu.
Vier Säulen für mehr Sicherheit
ServiceNow will sich als führende Plattform für das Unternehmensrisiko etablieren. Das gemeinsame Angebot mit Accenture umfasst dafür vier Kernbereiche:
- Drittanbieter-Risiken: KI-Agenten überwachen externe Dienstleister und verwalten deren Lebenszyklen.
- Betriebstechnik: Die Plattform vereint operative Technologie (OT) und klassische IT.
- Compliance: Algorithmen verfolgen regulatorische Änderungen und automatisieren die nötigen Reaktionen.
- Migration: Das Werkzeug beseitigt Hürden beim Wechsel von alten Systemen.
Marktbeobachter sehen darin einen größeren strategischen Zug. Zuvor kaufte ServiceNow bereits die Spezialisten Armis und Veza. Armis liefert Daten zur Cyber-Bedrohungslage für vernetzte Geräte. Veza steuert das Identitäts- und Zugriffsmanagement bei. Die neue Accenture-Allianz fügt diese Bausteine nun zusammen.
Jährlich laufen bereits über 100 Milliarden Arbeitsabläufe über die Systeme von ServiceNow. Das Management bezeichnet die eigene Plattform als KI-Kontrollturm. Trotz des jüngsten Kurssprungs bleibt das Papier extrem schwankungsanfällig. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei fast 82 Prozent. Auf Monatssicht notiert die Aktie weiterhin leicht im Minus.
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