ServiceNow Aktie: Armis-Kauf für 7,75 Milliarden

ServiceNow setzt mit milliardenschweren Zukäufen auf Cybersicherheit, während der Aktienkurs auf Jahrestief fällt und Analysten uneins sind.

ServiceNow Aktie
Kurz & knapp:
  • Milliardenschwere Übernahme von Armis
  • Aktie verliert über 50 Prozent im Jahr
  • Operativer Cashflow bleibt stark
  • Umsatzziel von 30 Milliarden bis 2030

Starke Cashflows, gewaltige Zukäufe und ein abgestürzter Aktienkurs. Bei ServiceNow klaffen Anspruch und Marktrealität derzeit weit auseinander. Der Softwarekonzern baut seine Plattform radikal um. Das Ziel: eine dominierende Rolle in der Cybersicherheit.

Teurer Einstieg in einen neuen Markt

ServiceNow verlässt seine Komfortzone der reinen IT-Workflows. Auf einer hauseigenen Konferenz präsentierte das Management kürzlich eine autonome Sicherheitslösung für KI-Agenten. Die Basis dafür bilden zwei frische Übernahmen. Im März integrierte der Konzern den Identitäts-Spezialisten Veza.

Kurz darauf folgte der Kauf von Armis für 7,75 Milliarden US-Dollar. Dieser Zukauf soll den adressierbaren Markt für Sicherheitslösungen verdreifachen. Die Kehrseite: Der teure Deal belastet die kurzfristigen Margen. Analysten warnen obendrein vor Integrationsproblemen. Bisher galt eine einheitliche Architektur als größter Wettbewerbsvorteil von ServiceNow.

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Historisch günstige Bewertung

Der radikale Umbau fordert an der Börse seinen Tribut. Nach einem schwachen Quartalsbericht brach die Aktie zuletzt um 18 Prozent ein. Auf Jahressicht verlor das Papier sogar mehr als die Hälfte seines Wertes. Am Freitag schloss die Aktie bei 93,59 US-Dollar.

Damit notiert der Titel nahe seinem Jahrestief. Die Bewertung ist massiv gesunken. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt aktuell bei rund 21. Zuvor zahlten Anleger im Schnitt das Sechzigfache. Das operative Geschäft liefert derweil weiter ab. Im ersten Quartal erwirtschaftete ServiceNow einen operativen Cashflow im Milliardenbereich.

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Analysten uneins über die Zukunft

Die Meinungen der Experten gehen weit auseinander. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 145 US-Dollar. Die Spanne der Schätzungen reicht dabei von 85 bis 240 US-Dollar. Einige Banken wie Macquarie verweisen skeptisch auf ein langsameres Wachstum. Andere Häuser loben die stabile Umsatzentwicklung.

Das Management hält indes an seinen ehrgeizigen Plänen fest. Bis 2030 soll der Umsatz mit Abonnements auf 30 Milliarden US-Dollar steigen. Die neue KI-Lösung „Now Assist“ soll dann fast ein Drittel der Vertragswerte ausmachen.

In den kommenden Wochen fehlen unternehmensspezifische Impulse. Der nächste Quartalsbericht steht erst Ende Juli 2026 an. Bis dahin rücken charttechnische Marken in den Fokus. Fällt der Kurs unter die Unterstützung bei 81,24 US-Dollar, drohen weitere Abverkäufe. Nach oben blockiert die langfristige Durchschnittslinie bei knapp 97 US-Dollar eine schnelle Erholung.

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