ServiceNow baut sein KI-Ökosystem massiv aus. Der Softwarekonzern holt sich mit Experian und Kearney zwei Schwergewichte an Bord. Das Ziel: autonome KI-Agenten, die in streng regulierten Branchen verlässliche Entscheidungen treffen.
Datenintegration für sichere Entscheidungen
Die mehrjährige Kooperation mit dem Datenanbieter Experian steht im Zentrum der Strategie. ServiceNow integriert die sogenannte Ascend-Plattform direkt in seine eigenen Arbeitsabläufe. Autonome KI-Agenten erhalten dadurch verifizierte Daten. Sie können so automatisierte Entscheidungen sicherer treffen.
Die Technik kommt zunächst in drei konkreten Bereichen zum Einsatz:
* Personalwesen: Beschleunigte Überprüfung und Integration neuer Mitarbeiter.
* Risikomanagement: Bessere Bewertung von externen Dienstleistern und Partnern.
* KI-Überwachung: Kontrolle bei der Entwicklung und Einführung neuer KI-Modelle.
Strategischer Ausbau und Kostensenkungen
Parallel dazu hat ServiceNow eine Allianz mit der Unternehmensberatung Kearney geschlossen. Diese Kombination aus strategischer Beratung und KI-Software soll unternehmensweite Umbauten vorantreiben. Erste Pilotprojekte zeigen Wirkung. Ein IT-Kunde senkte seine jährlichen Betriebskosten um mehr als 30 Prozent. Der Fokus liegt klar auf operativer Effizienz.
Großanleger positionieren sich bereits für dieses Wachstum. Aktuelle Pflichtmitteilungen zeigen ein massives Interesse institutioneller Investoren. Vanguard stockte seine Position zuletzt auf über 101 Millionen Aktien auf. Auch die Bessemer Group und New York Life Investment Management bauten ihre Bestände deutlich aus.
Dash Acquisitions eröffnete eine neue Position im Wert von knapp zehn Millionen US-Dollar. Mittlerweile halten institutionelle Anleger rund 87 Prozent aller ausstehenden ServiceNow-Aktien. Ein starker Vertrauensbeweis.
Solides Fundament stützt den Kurs
Operativ liefert das Unternehmen die passenden Zahlen. Im abgelaufenen Quartal stieg der Umsatz um gut 22 Prozent auf 3,77 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie traf die Erwartungen des Marktes exakt.
Die Börse honoriert die jüngsten Entwicklungen. Im Handel legte die Aktie am Freitag weiter zu. Analysten sehen noch deutlich Luft nach oben. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 144,71 US-Dollar. Damit bietet der Softwarekonzern trotz einer ambitionierten Bewertung weiteres Aufwärtspotenzial.
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