ServiceNow Aktie: KI-Vertragswert auf 1,5 Milliarden angehoben

ServiceNow profitiert von milliardenschwerer Anleiheplatzierung und steigenden KI-Vertragswerten. Analysten bleiben optimistisch für die Aktie.

ServiceNow Aktie
Kurz & knapp:
  • Vier-Milliarden-Anleihe sichert langfristiges Kapital
  • KI-Vertragswert-Ziel auf 1,5 Milliarden erhöht
  • Now Assist mit 750 Millionen Dollar ACV
  • Analysten bestätigen positive Bewertung

ServiceNow hat eine schwache Börsenphase nicht mit einem einzelnen Signal unterbrochen. Es war die Kombination aus frischem Fremdkapital, steigenden KI-Vertragswerten und wieder offensiveren Analystenkommentaren. Genau diese Mischung gab der Aktie zum Wochenschluss neuen Zug.

Am Freitag legte der Kurs um rund 4,9 Prozent zu. Das Handelsvolumen lag mit 34,57 Millionen Aktien klar über dem normalen Tagesniveau. Das spricht für mehr als nur kurzfristige Eindeckungen.

Neue Anleihen schaffen Spielraum

Am 15. Mai 2026 schloss ServiceNow eine mehrtranchige Anleiheplatzierung über 4 Milliarden Dollar ab. Für ein wachstumsstarkes Softwareunternehmen ist das ein wichtiger Baustein, weil Finanzierungskosten und Investitionsspielraum derzeit stärker auf die Bewertung durchschlagen.

Die Anleihen laufen über mehrere Jahrzehnte. Die Kupons bewegen sich je nach Tranche zwischen 4,250 und 6,300 Prozent. Damit sichert sich der Konzern langfristiges Kapital, ohne sofort auf Eigenkapital zurückgreifen zu müssen.

Das Timing ist relevant. Die Aktie kam zuvor deutlich von ihren Hochs zurück, obwohl das operative Geschäft weiter wächst. Eine stabilere Kapitalstruktur kann helfen, diese Diskrepanz zumindest etwas zu entschärfen.

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Now Assist liefert den KI-Hebel

Der wichtigere Kurstreiber bleibt das KI-Geschäft. Finanzchefin Gina Mastantuono hob das Ziel für den jährlichen KI-Vertragswert von 1,0 auf 1,5 Milliarden Dollar an. Im Markt zählt vor allem, ob KI bei ServiceNow nicht nur Produktfantasie bleibt, sondern messbaren Umsatz bringt.

Now Assist kam zum Ende des ersten Quartals auf rund 750 Millionen Dollar ACV, nach 600 Millionen Dollar Ende 2025. Das Wachstum ist damit sichtbar. Noch wichtiger: Die Bruttomargen liegen weiter über 80 Prozent.

ServiceNow adressierte auch einen wunden Punkt vieler KI-Modelle. Die Kosten für KI-Inferenz machen weniger als 10 Prozent der Bereitstellungskosten aus. Das nimmt zumindest etwas Druck aus der Margendebatte.

Auch die Großkundendynamik passt ins Bild. Im ersten Quartal meldete der Konzern 16 Abschlüsse mit mehr als 5 Millionen Dollar neuem jährlichen Vertragswert, ein Plus von knapp 80 Prozent. Solche Deals sind für ServiceNow besonders wertvoll, weil sie häufig weitere Module nach sich ziehen.

Analysten bleiben konstruktiv

Die Analystenseite blieb trotz der Kurskorrektur überwiegend freundlich. Bernstein erhöhte das Kursziel auf 236 Dollar und verwies auf eine bessere Rule-of-40-Entwicklung sowie steigende Free-Cashflow-Margen. CFRA blieb nach dem Analystentag bei einer offensiven Einschätzung und betonte das Potenzial von Now Assist.

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Der Konsens fällt ebenfalls klar positiv aus. Unter 32 Analysten liegt das durchschnittliche Kursziel bei 184,13 Dollar, das durchschnittliche Rating lautet „Strong Buy“. Diese Unterstützung hilft der Stimmung, ersetzt aber keine Ausführung im Kerngeschäft.

Der Abstand zum früheren Bewertungsniveau bleibt groß. Die Marktkapitalisierung sank binnen eines Jahres um etwa 53 Prozent; im S&P 500 zog Cummins beim Börsenwert vorbei. Genau deshalb reagiert der Markt so sensibel auf jedes Signal, das Wachstum und Profitabilität gleichzeitig stützt.

Operativ sind die Kennzahlen weiter robust. Der Umsatz stieg 2025 auf 13,28 Milliarden Dollar, der Gewinn erreichte 1,75 Milliarden Dollar. Im Quartal lagen der operative Cashflow bei 1,67 Milliarden Dollar und der freie Cashflow bei rund 1,53 Milliarden Dollar.

Für 2026 peilt ServiceNow währungsbereinigt weiter ein Abo-Wachstum von rund einem Fünftel an. Die Auftragsbasis bleibt stark: Die kurzfristigen Leistungsverpflichtungen liegen bei 12,64 Milliarden Dollar, die gesamten RPO bei 27,7 Milliarden Dollar.

Technisch bleibt die Zone um 90 Dollar die nahe Unterstützung, während der Bereich um 110 Dollar als nächster Widerstand gilt. Nach dem Sprung in Richtung 95 Dollar muss die Aktie nun beweisen, dass Anleihedeal und KI-Dynamik mehr tragen als eine einzelne starke Sitzung.

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