ServiceNow Aktie: Soltis erhöht Position um 6.000 Prozent

Starke institutionelle Käufe und solide Fundamentaldaten treiben den Kurs von ServiceNow. KI-Partnerschaften untermauern die Wachstumsstory.

ServiceNow Aktie
Kurz & knapp:
  • Institutionelle Investoren stocken massiv auf
  • Bruttomarge von 77,5 Prozent
  • KI-Partnerschaften mit Experian und Accenture
  • KGV von 57 signalisiert hohe Erwartungen

Während Halbleiteraktien zuletzt Kapital abgaben, floss dieses Geld in Enterprise-Software. ServiceNow gehört zu den klaren Profiteuren dieser Rotation — die Aktie legte im nachbörslichen Handel am Montag rund vier Prozent zu.

Institutionelle Investoren kaufen aggressiv

Der Anstieg kommt nicht aus dem Nichts. Regulatorische Meldungen zeigen eine deutliche Beschleunigung institutioneller Käufe. Soltis Investment Advisors erhöhte seine Position zuletzt um mehr als 6.000 Prozent auf knapp 46.300 Aktien. Das ist ein Extrembeispiel — aber kein Einzelfall.

Vanguard und Jennison Associates meldeten ebenfalls erhebliche Aufstockungen. Institutionelle Investoren halten inzwischen rund 87 Prozent aller ausstehenden Aktien. Auf Plattformen wie Stocktwits kletterte die Retail-Stimmung auf „extrem bullisch“.

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Starke Margen, hohes Wachstum

Die Fundamentaldaten liefern eine Erklärung für das Interesse. ServiceNow erzielt eine Bruttomarge von rund 77,5 Prozent und eine EBITDA-Marge von etwa 25 Prozent. Der Umsatz wuchs in den vergangenen drei Jahren im Schnitt um mehr als 22 Prozent jährlich.

Der operative Cashflow lag zuletzt bei 1,67 Milliarden Dollar pro Quartal. Der freie Cashflow erreichte rund 1,53 Milliarden Dollar. Mit dieser Liquidität finanziert das Unternehmen Aktienrückkäufe und Übernahmen.

KI-Partnerschaften als Wachstumstreiber

Operativ baut ServiceNow sein Ökosystem rund um autonome KI-Agenten aus. Eine mehrjährige Partnerschaft mit Experian soll KI-Funktionen direkt in Unternehmensabläufe einbetten — konkret in das Onboarding neuer Mitarbeiter und das Management von Drittanbieterrisiken.

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Ausgeweitete Kooperationen mit Accenture und FedEx Dataworks sollen KI-Pilotprojekte in den Produktivbetrieb überführen. Das Ziel: eine zentrale Plattform, die KI-Aufgaben über verschiedene Unternehmenssysteme hinweg steuert und ausführt.

Bewertung bleibt anspruchsvoll

Technisch handelt die Aktie nahe einem kurzfristigen Widerstandsbereich zwischen 96 und 97 Dollar. Von den jüngsten Tiefs um 87 Dollar hat sie sich spürbar erholt. Als erste Unterstützungszone gilt der Bereich um 90 bis 91 Dollar.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei rund 57 — ein klares Premium. Der Markt preist damit hohe Erwartungen an die Monetarisierung von KI-Workflows ein. Ob diese Erwartungen eingelöst werden, dürfte sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen konkretisieren.

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Über Felix Baarz 4496 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.