Shell hat am Dienstag den Verkauf seiner Beteiligung am australischen North-West-Shelf-Projekt an Tochtergesellschaften von XRG vereinbart. Nach Unternehmensangaben beträgt der Basispreis für den Anteil von 16,67 Prozent insgesamt 1,45 Milliarden $. Der vereinbarte Verkauf ist noch nicht abgeschlossen: Shell erwartet den Vollzug im Jahr 2027, vorbehaltlich der erforderlichen Genehmigungen.

Kaufpreis mit zusätzlicher bedingter Zahlung

Der vereinbarte Basispreis unterliegt den üblichen Anpassungen. Zusätzlich sieht die Vereinbarung eine bedingte Zahlung vor, deren Fälligkeit an das Erreichen von Meilensteinen geknüpft ist. Damit umfasst die vereinbarte Gegenleistung neben dem Basispreis auch eine zusätzliche, an Bedingungen gebundene Komponente.

Bei dem zum Verkauf vorgesehenen Anteil handelt es sich um eine Beteiligung ohne Betreiberfunktion. Käufer sind die Tochtergesellschaften von XRG, mit denen Shell die Veräußerung vereinbart hat. Sowohl der erwartete Abschluss im kommenden Jahr als auch die zusätzliche Zahlung stehen somit unter den jeweils genannten Vorbehalten.

Die Aktie verlor innerhalb von sieben Tagen 8,5%; der Rückgang fiel damit in den Zeitraum der Verkaufsankündigung.

Quartalsgewinn und weitere Kapitalzusagen

Für das dritte Quartal 2026 meldete Shell am 29. Oktober einen bereinigten Gewinn von 10,8 Milliarden $. Vor rund zwei Wochen kündigte das Unternehmen außerdem ein Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden $ für die folgenden drei Monate an.

Ebenfalls vor rund zwei Wochen sicherte sich Shell sechs Offshore-Explorationsgebiete in Neufundland und Labrador. Die damit verbundenen Gebote umfassen Arbeitsverpflichtungen von insgesamt 210,6 Millionen $.

Gemeinsam mit Equinor erhielt Shell darüber hinaus zwei weitere Explorationsgebiete. Für diese gemeinsam gesicherten Gebiete beliefen sich die Gebote auf insgesamt 30 Millionen $. Diese Zusagen betreffen die zusätzlich erworbenen Gebiete der beiden Unternehmen.