Venezuela ordnet seinen Energiesektor nach dem politischen Machtwechsel komplett neu. Shell nutzt diese historische Chance für eine massive Expansion im Gasgeschäft. Der Konzern steht kurz davor, das riesige Loran-Feld vor der Küste zu übernehmen. Damit löst der Energieriese ein drängendes Lieferproblem in der Karibik.
Cleverer Schachzug in der Karibik
Shell übernimmt das Loran-Feld voraussichtlich vom Konkurrenten Chevron. Das Areal birgt gewaltige 7,3 Billionen Kubikfuß Erdgas. Der Clou: Shell verbindet dieses Feld direkt mit seiner Manatee-Plattform im benachbarten Trinidad und Tobago. Unterwasserbohrungen sparen dabei teure neue Infrastruktur. Parallel dazu füllt das zusätzliche Gas die Anlagen des Atlantic LNG-Projekts. Diese liefen zuletzt wegen Gasmangels weit unter ihrer Kapazitätsgrenze.
Profiteur der neuen Rechtslage
Die politische Landschaft in Venezuela hat sich gedreht. Nach der Festnahme von Nicolas Maduro starteten die USA ein 100 Milliarden Dollar schweres Wiederaufbauprogramm. Ein neues Kohlenwasserstoffgesetz lockt seit Januar ausländische Investoren mit Steuervorteilen und mehr operativer Kontrolle.
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Shell greift sofort zu. Der Konzern verhandelt bereits über drei weitere Offshore-Felder im Mariscal Sucre-Projekt. Zusammen mit dem bestehenden Dragon-Feld sichert sich Shell so den Zugriff auf kombinierte Reserven von rund 20 Billionen Kubikfuß. Auch an Land plant das Management neue Öl- und Gasprojekte und unterschrieb dafür bereits erste Abkommen mit Dienstleistern wie Baker Hughes.
Blick auf die Zahlen
An der Börse kommt die strategische Weitsicht gut an. Seit Jahresbeginn legte der Kurs bereits um gut 23 Prozent auf aktuell 39,63 Euro zu. CEO Wael Sawan rechnet noch in diesem Jahr mit finalen Investitionsentscheidungen für mindestens zwei der venezolanischen Projekte. Den nächsten konkreten Einblick in die finanzielle Entwicklung liefert der Konzern am 7. Mai. An diesem Tag präsentiert Shell die offiziellen Ergebnisse für das erste Quartal 2026.
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