Die Automatisierung kritischer Infrastruktur entwickelt sich für Siemens zunehmend zum Wachstumsmotor. Mit einem neuen KI-gestützten Gebäudeservice baut der Münchner Industriekonzern nun gezielt sein Softwaregeschäft aus. Das Ziel ist klar formuliert: Störungen in Krankenhäusern oder Gewerbeimmobilien sollen künftig autonom behoben werden, bevor sie überhaupt entstehen.
Der am Dienstag vorgestellte Dienst trägt den Namen Asset Performance Advanced. Er wertet Anlagen-Daten aus, liefert vorausschauende Fehlerdiagnosen und leitet bei Bedarf selbstständig Workflows an interne Techniker oder Siemens-Zentren weiter. Die Software ist in die bestehende digitale Plattform Building X eingebunden. Damit positioniert sich das Unternehmen stärker als Lösungsanbieter für hochsensible Immobilienportfolios, darunter Kliniken und Hochschulen, bei denen Betriebssicherheit oberste Priorität genießt.
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Rekordaufträge im Infrastruktur-Segment
Die Produkteinführung trifft auf ein florierendes Geschäftsumfeld. Im abgelaufenen Quartal sammelte die Sparte Smart Infrastructure Aufträge im Wert von gut 7,5 Milliarden Euro ein. Das entspricht einem vergleichbaren Zuwachs von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Haupttreiber waren Großaufträge aus dem Rechenzentrums- und Halbleiterbereich in den USA.
Auch das Servicegeschäft wächst stetig. Zuletzt kletterten die Erlöse in diesem Bereich auf rund 1,2 Milliarden Euro. Genau hier setzt die neue Gebäude-KI an. Softwarebasierte Dienstleistungen binden Kunden langfristig und versprechen in der Regel höhere Margen als das klassische Hardware-Geschäft. Folgerichtig hob der Vorstand erst kürzlich die Jahresprognose für das Segment an. Das vergleichbare Umsatzwachstum soll nun zwischen acht und zehn Prozent liegen.
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Aktie im Aufwind
Am Aktienmarkt kommt die strategische Ausrichtung gut an. Die Siemens-Papiere kletterten am Mittwoch um 2,7 Prozent auf 263,15 Euro. Damit rückt das 52-Wochen-Hoch bei gut 272 Euro wieder in greifbare Nähe.
Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 81 zwar einen überkauften Zustand, die fundamentale Story stützt jedoch den Aufwärtstrend. Mit der Ausweitung digitaler Services bei Smart Infrastructure festigt Siemens eine Sparte, die bereits jetzt eine Zielmarge von 18 bis 19 Prozent anpeilt. Der Konzern verlagert sein Gewicht damit weiter in Richtung profitabler, wiederkehrender Softwareerlöse.
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