Sechs Jahre nach dem Spin-off ist der Trennungsprozess so gut wie abgeschlossen: Siemens hält nur noch 5,54 Prozent der Stimmrechte an Siemens Energy — zuvor waren es fast 15 Prozent. Der Schritt macht den Energietechnikkonzern faktisch unabhängig und setzt bei der Siemens AG erhebliches Kapital frei.
Der Beteiligungsabbau erfolgte über die Siemens Beteiligungen Inland GmbH und wurde am 2. April per Pflichtmitteilung veröffentlicht. Mit dem Unterschreiten der 6-Prozent-Schwelle ist Siemens Energy nun ein Unternehmen ohne dominanten Ankeraktionär — der Streubesitz steigt entsprechend.
Starkes Q1, schwieriges Jahr
Trotz eines Kursrückgangs von knapp 11 Prozent seit Jahresbeginn lieferte Siemens zum Jahresstart solide Zahlen. Der Auftragseingang wuchs im ersten Quartal 2026 um 10 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro, der Umsatz legte um 8 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis des Industriegeschäfts stieg um 15 Prozent. Besonders auffällig: Allein Rechenzentrumsprojekte brachten Aufträge über 1,8 Milliarden Euro herein — ein Bereich, der das Wachstumsprofil des Konzerns zunehmend prägt.
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Die Dividende unterstreicht die operative Stabilität. Für 2026 wurden bislang 5,35 Euro je Aktie ausgeschüttet, nach 5,20 Euro im Vorjahr. In den vergangenen zehn Jahren erhöhte Siemens die Ausschüttung achtmal — ein Ausdruck der kontinuierlichen Ertragskraft.
Hannover Messe als nächster Prüfstein
Am 20. April präsentiert Vorstandsmitglied Cedrik Neike auf der Hannover Messe, wie Siemens Industrial-AI-Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette einsetzen will. Im Mittelpunkt steht der Digital Twin Composer, der auf NVIDIA Omniverse aufbaut und bereits bei PepsiCo in Lieferkette und Fertigung zum Einsatz kommt.
Ob sich diese Ambitionen in neuen Aufträgen niederschlagen, wird der Markt aufmerksam verfolgen — zumal die Q2-Zahlen am 13. Mai folgen. Analysten erwarten für das Gesamtjahr 2026 einen Umsatz von 83,8 Milliarden Euro, rund 5 Prozent über dem Vorjahresniveau, und ein EBITDA von 15,1 Milliarden Euro.
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