Der Ausbau von Rechenzentren in den USA treibt Siemens Energy in neue Dimensionen. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 verdoppelte sich der Auftragseingang aus den USA nahezu — und katapultierte den Gesamtauftragseingang auf ein Allzeithoch.
Grid Technologies als Wachstumsmotor
17,7 Milliarden Euro Auftragseingang in einem einzigen Quartal — das ist ein neuer Rekord. Das Book-to-Bill-Verhältnis von 1,72 zeigt: Siemens Energy nimmt deutlich mehr Aufträge herein, als es ausliefert. Der Auftragsbestand kletterte auf 154 Milliarden Euro.
Besonders die Sparte Grid Technologies sticht hervor, mit einem Auftragsplus von 41 Prozent. Allein in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres buchte die Sparte knapp zwei Milliarden Euro an Rechenzentrum-Aufträgen. CEO Christian Bruch relativiert den KI-Anteil allerdings: Etwa jede vierte verkaufte Gasturbine gehe an Rechenzentren, bei Transformatoren und Schaltanlagen liege der Anteil unter zehn Prozent.
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Zahlen, die überzeugen
Das Nettoergebnis stieg auf 835 Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie auf 0,89 Euro — nach 0,50 Euro im Vorjahreszeitraum. Der Mittelzufluss vor Steuern legte um 42 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro zu. Angesichts dieser Entwicklung stockt der Konzern sein laufendes Aktienrückkaufprogramm bis zum Herbst auf.
Die Umsatzerlöse wuchsen auf vergleichbarer Basis um 8,9 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro. Einzig die Sparte Transformation of Industry, zu der das Kompressorengeschäft gehört, verbuchte einen Auftragsrückgang — bedingt unter anderem durch schwächere Nachfrage aus dem Nahen Osten.
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Ausblick mit hoher Sichtbarkeit
CFO Maria Ferraro beziffert die Auftragsbestand-Deckung für die zweite Jahreshälfte 2026 auf rund 93 Prozent, für das Geschäftsjahr 2027 auf knapp unter 80 Prozent. Die Nachfrage sehe sie weit ins nächste Jahrzehnt hinein. Für 2030 plant Siemens Energy, die Kapazitäten für Transformatoren und Schaltanlagen um rund 50 Prozent auszubauen. Neue Mittelfristziele sollen mit den Jahreszahlen im November folgen.
Die Aktie reagierte auf die starken Zahlen dennoch verhalten. Mit einem Kurs von 178,04 Euro liegt das Papier rund fünf Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 188,00 Euro, hat seit Jahresbeginn aber bereits knapp 45 Prozent zugelegt. Die Deutsche Bank bewertet die Aktie mit „Buy“ — warnt aber implizit auf der Bewertungsseite: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist hoch, ein erheblicher Teil der Wachstumsstory bereits eingepreist.
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