Bei Siemens Energy trifft weiter starke Nachfrage nach Energieinfrastruktur auf eine Aktie, die schon viel vorweggenommen hat. Am Mittwoch zieht der Kurs auf 173,60 Euro an, ein Plus von 3,16 Prozent. Seit Jahresanfang steht damit ein Gewinn von 41,37 Prozent zu Buche.
Die Aktie bleibt aber unter ihrem jüngsten Hoch: Zum 52-Wochen-Hoch von 188,00 Euro fehlen 7,66 Prozent. Das ist kein Warnsignal, aber ein Hinweis auf die Messlatte.
Auftragspolster stützt die Story
Der wichtigste Kurstreiber liegt in den jüngsten Quartalszahlen. Siemens Energy meldete einen Auftragseingang von 17,7 Milliarden Euro, ein Book-to-Bill-Verhältnis von 1,72 und einen Auftragsbestand von 154 Milliarden Euro.
Diese Kombination ist für den Markt zentral. Sie zeigt, dass der Konzern nicht nur Umsatz abarbeitet, sondern neue Arbeit schneller gewinnt. Genau daraus speist sich die Zuversicht rund um die Aktie.
Auch operativ stimmt der Rahmen. Der Umsatz stieg vergleichbar um 8,9 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Sondereffekten kletterte auf 1,164 Milliarden Euro.
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Der Cashflow ist dabei mehr als eine Nebenkennzahl. Kundenanzahlungen aus dem hohen Auftragseingang stärken die Bilanz und geben dem Konzern Spielraum. Der Free Cashflow vor Steuern stieg auf 1,975 Milliarden Euro nach 1,390 Milliarden Euro im Vorjahr.
Rechenzentren treiben Nachfrage
Besonders sichtbar ist die Dynamik in Gas Services und Grid Technologies. Beide Sparten profitieren von Strombedarf, Netzausbau und Investitionen in Rechenzentren. Das passt genau in die aktuelle Infrastruktur-Story.
Gas Services gewann Aufträge im Wert von 8,869 Milliarden Euro. Grid Technologies kam auf 6,996 Milliarden Euro. Ein Hochspannungs-Gleichstrom-Projekt in der Ostsee lag bei über 1 Milliarde Euro.
Die Logik dahinter ist klar. Rechenzentren brauchen stabile Energie, Stromnetze brauchen neue Kapazitäten und Transformatoren bleiben knapp. Siemens Energy sitzt damit an mehreren Engpässen der Energiewende.
Zusammen halten die beiden Bereiche ein riesiges Polster. Gas Services meldete 66 Milliarden Euro Bestand, Grid Technologies 49 Milliarden Euro.
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Prognose hebt die Latte
Nach dem starken Quartal hob Siemens Energy den Ausblick an. Für das Geschäftsjahr erwartet der Konzern nun 14 bis 16 Prozent vergleichbares Umsatzwachstum und rund 4 Milliarden Euro Gewinn.
Damit hat der Vorstand die Erwartungen spürbar nach oben geschoben. Der Markt honoriert das, verlangt nun aber auch eine saubere Umsetzung. Kein Wunder, dass die Aktie sensibel auf jede operative Abweichung reagieren dürfte.
Die Ergebnis-Marge vor Sondereffekten soll 10 bis 12 Prozent erreichen. Der Free Cashflow vor Steuern wird bei rund 8 Milliarden Euro gesehen.
Bei Grid Technologies fiel die Anhebung besonders deutlich aus. Die Sparte soll gut ein Viertel wachsen und eine Marge von 18 bis 20 Prozent erzielen.
Am 5. August steht die Veröffentlichung zum dritten Quartal im Kalender. Bis dahin liefert der hohe Auftragsbestand die Grundlage für die Bewertung, während die angehobene Prognose wenig Raum für Enttäuschungen lässt.
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