Die Zweifel am milliardenschweren Ausbau der KI-Infrastruktur haben Siemens Energy einen empfindlichen Rückschlag beschert. Ausgerechnet ein schwächerer Ausblick des Chipherstellers Intel setzte den Energietechnikkonzern noch am Ende der vergangenen Woche unter Druck. Am Freitag verlor die Aktie im Xetra-Handel 6,87 % auf 126,92 Euro, zwischenzeitlich waren es nur noch 126,02 Euro. Am Montag erholte sich der Kurs auf in etwa knapp 128 Euro. Dennoch bleibt die Aktie formal mit kräftigen Abständen auf die 200-Tage-Linie weit im Abwärtstrend, meinen die technischen Analysten.
Siemens Energy: Noch kein Befreiungsschlag
Die Sorge der Investoren betrifft die Finanzierung neuer Rechenzentren. Hohe Investitionen belasten die freien Cashflows großer Cloud-Anbieter. Werden Projekte verschoben, könnte Siemens Energy als Lieferant von Gasturbinen und Netztechnik betroffen sein. Tatsächliche Auftragsstreichungen sind bislang allerdings nicht bekannt.
Zusätzliche Unsicherheit brachte Barclays-Analyst George Featherstone am 20. Oktober ins Spiel. Er warnte vor einer nachlassenden Preissetzungsmacht bei Ausrüstern. Damit steht neben der Nachfrage auch die Entwicklung der Margen zur Diskussion.
Günstigere Signale kamen dagegen von der Bank of America. Nach den Ergebnissen von GE Vernova und Hitachi Energy verwies sie auf starke Gasturbinenmargen und eine anhaltende Auftragslage im Gasturbinenmarkt bis 2027. Die Einschätzung betrifft allerdings nicht unmittelbar Siemens Energy.
Für den Konzern wird der 11. November wichtig. Dann stehen die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2026 an. Analysten sehen weiterhin erhebliches Kurspotenzial nahe der Marke von 200 Euro, obwohl die Aktie im Oktober zeitweise unter 118 Euro gefallen war.
Die jüngste Erholung hat den Verkaufsdruck zunächst gemildert. Allerdings zeigen die vergangenen Wochen durchaus, dass die Siemens Energy dabei echte Schwankungen produziert, die Analystenziele derzeit noch nicht ganz berücksichtigen.
Stand heute, 3. November: Siemens Energy – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Siemens Energy investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 3. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

