Siemens Energy Aktie: Ananym fordert 60-Prozent-Rendite durch Spin-off

Siemens Energy meldet Rekordaufträge in Gas- und Netzsparte, während die Windtochter Gamesa Verluste reduziert. Ein Hedgefonds fordert die Abspaltung von Gamesa.

Siemens Energy Aktie
Kurz & knapp:
  • Rekordaufträge durch KI-Boom
  • Gamesa schrumpft operative Verluste
  • Hedgefonds fordert Abspaltung
  • Konzern hebt Umsatzprognose an

Siemens Energy liefert Rekordzahlen ab. Die Gas- und Netzsparten florieren dank des aktuellen KI-Booms. Parallel dazu fordert ein aktivistischer Investor, den Konzern aufzuspalten. Im Zentrum steht das Sorgenkind Siemens Gamesa.

Gamesa schrumpft den Verlust

Die Windkrafttochter macht operative Fortschritte. Im abgelaufenen Quartal sank der Verlust vor Sondereffekten auf 44 Millionen Euro. Analysten hatten mit einem deutlich höheren Minus gerechnet. Im Vorjahr lag der Fehlbetrag noch bei 249 Millionen Euro.

Genau hier setzt der Hedgefonds Ananym Capital an. Mitgründer Charlie Penner fordert, Siemens Gamesa komplett abzuspalten. Er argumentiert, die schwächelnde Windsparte bremse das lukrative restliche Geschäft aus. Ein Spin-off könnte laut Penner bis zu 60 Prozent Rendite bringen.

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Konzernchef Christian Bruch lehnt das ab. Er setzt auf den laufenden Turnaround. Großinvestoren wie DWS und Union Investment stützen diesen Kurs. Sie positionieren sich klar gegen eine sofortige Trennung.

Kerngeschäft auf Rekordjagd

Derweil eilen die übrigen Sparten von Rekord zu Rekord. Gas Services verbuchte 8,87 Milliarden Euro an neuen Aufträgen. Treiber sind vor allem neue US-Rechenzentren. Auch Grid Technologies wuchs massiv und sicherte sich ein milliardenschweres Ostsee-Projekt.

Der Kontrast innerhalb des Konzerns bleibt enorm. Siemens Energy peilt insgesamt zweistellige Gewinnmargen an. Gamesa strebt bis 2028 lediglich drei bis fünf Prozent an. Diese Lücke liefert dem Hedgefonds seine zentralen Argumente.

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An der Börse kommen die operativen Fortschritte gut an. Seit Jahresbeginn legte die Aktie um fast 38 Prozent zu. Mit einem Schlusskurs von 169,18 Euro am Freitag notiert das Papier nur knapp unter dem Jahreshoch.

Prognose steigt

Auf Basis der starken Zahlen hebt das Management die Ziele an. Das Umsatzwachstum für das laufende Jahr soll nun 14 bis 16 Prozent erreichen. Den Nettogewinn taxiert der Vorstand auf rund vier Milliarden Euro. CFO Maria Ferraro verweist auf eine extrem hohe Auftragsabdeckung.

Die Marschroute für die kommenden Monate steht fest. Das Ziel: Gamesa muss zeitnah den Break-even schaffen. Gelingt das nicht, dürfte die Diskussion um eine Aufspaltung eskalieren. Die nächsten konkreten Quartalszahlen liefert der Konzern am 5. August 2026.

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