Siemens Energy sichert sich ab. Der Konzern braucht dringend Material für den boomenden Markt rund um Stromnetze und KI-Rechenzentren. Dafür verlängert das Management nun einen zentralen Liefervertrag vorzeitig bis 2032.

Kupfer für das Stromnetz

Die österreichische ASTA Gruppe liefert spezialisierte Kupferkomponenten an alle europäischen Transformatorenwerke von Siemens Energy. Diese Bauteile sind unverzichtbar. Sie stecken in Hochspannungs-Transformatoren und Drosselspulen. Um Engpässe zu vermeiden, verlängert der Energietechnikkonzern das Rahmenabkommen nun vorzeitig um sechs Jahre.

Dr. Florian Bertram leitet den Einkauf für Transformatoren. Er sieht in der gestärkten Partnerschaft eine Garantie für langfristige Versorgungssicherheit. Das ist entscheidend. Der globale Ausbau der Stromnetze treibt die Nachfrage massiv an.

Neues Wasserstoff-Projekt in den USA

Parallel dazu baut Siemens Energy sein US-Geschäft aus. Das Start-up Aternium hat den Konzern mit der Vorplanung für eine Wasserstoff-Produktionsanlage beauftragt. Die Anlage an der Ostküste soll künftig 60 Megawatt leisten und täglich 24 Tonnen sauberen Wasserstoff liefern.

Ein lukratives Detail: Die Anlage gewinnt zusätzlich Deuterium. Schweres Wasser ist ein gefragter Rohstoff. Die Halbleiterindustrie braucht es für Mikrochips und Glasfaserkabel. Siemens Energy setzt das Projekt gemeinsam mit dem Ingenieurdienstleister Kiewit Engineering um.

Rekordaufträge treiben den Kurs

Die operativen Fortschritte spiegeln sich in den Büchern wider. Das Management erwartet ein starkes Umsatzwachstum von bis zu 16 Prozent. Die Gewinnmarge soll 12 Prozent erreichen. Der Auftragsbestand liegt bei gigantischen 154 Milliarden Euro.

An der Börse honoriert das Anlagepublikum diese Entwicklung. Die Aktie notiert aktuell bei 174,48 Euro. Auf Jahressicht steht ein massives Plus von 124 Prozent auf der Kurstafel. Damit behauptet sich der Kurs solide über seinem 50-Tage-Durchschnitt.

Der Konzern profitiert stark vom globalen Stromhunger. Mit der gesicherten Kupfer-Lieferkette und dem prall gefüllten Auftragsbuch hat Siemens Energy das Fundament für die kommenden Jahre gegossen. Solange der Ausbau von Rechenzentren und erneuerbaren Energien anhält, bleibt das operative Umfeld hochprofitabel.