Auch im neuen Geschäftsjahr sieht es für Siemens Energy zu Beginn noch nicht besonders erbaulich aus, was die Aktienkurssituation betrifft. Die Aktie bewegt sich bei circa 145 Euro und liegt etwas mehr als 5 % von den wichtigsten Trendindikatoren entfernt.

Die Notierungen hatten am Freitag je nach Börsenplatz einen kleinen Abschlag hinzunehmen. Mindestens 0,75 % wurden dabei verbucht. An anderen Börsenplätzen ging es minimal bergauf. Das ändert an der gesamten Situation wenig. Wichtige neue Nachrichten sind am Wochenende zumindest nicht in dem Sinne bekannt geworden, dass die Aktie davon erheblich profitieren könnte oder unter Druck geraten würde.

Für die erste vollständige Woche des neuen Geschäftsjahres bleibt damit vor allem der enorme Auftragsbestand interessant. Mit den Zahlen zum dritten Quartal war bekannt geworden, dass dieser 167 Milliarden Euro erreicht hatte. Der KI Boom und der damit verbundene Stromboom versprechen Siemens Energy nicht nur jetzt einen starken Auftragsbestand, sondern auch weiter steigende Auftragsvolumina.

Windkraft noch ein Problem

Etwas weniger erfreulich sieht es weiterhin im Windkraftsektor aus. Bei Siemens Gamesa bestehen noch operative Risiken und sogenannte Ausführungsrisiken für das Windenergiegeschäft. Hier bleibt ein Einfallstor für Kritik. Zudem ist Siemens Energy mit einem KGV von bald über 45 relativ teuer bewertet. Nach Meinung der Analysten besitzt die Aktie dennoch weiterhin erhebliches Potenzial. Die durchschnittlichen Kursziele liegen bei ungefähr 197 Euro. JPMorgan geht sogar bis auf 245 Euro. Daran hat sich auch in den vergangenen Tagen nichts geändert.

Für die neue Woche bleibt damit die Frage, ob die Aktie wieder nach oben angreifen kann. Wichtig wäre aus Sicht der Chartanalysten und technischen Analysten, dass die Notierungen deutlich über 150 Euro klettern. Dann wäre hier wieder eine Trendwende zu melden.