Mit 147,19 Euro kommt die Siemens Energy nun sogar etwas stärker in die neue Woche. Am Dienstag ging es bis dato um rund 4,4 % aufwärts. Die Aktie nähert sich der Marke von 150 Euro, die Charttechniker für bedeutend halten, bleibt aber noch in einer schwierigeren (technischen) Ausgangslage. In den zurückliegenden fünf Tagen konnte das Papier gerade einmal rund 1 % aufsatteln. Spektakulär ist dieser Anstieg also insgesamt nicht. Nach den vorherigen Kursverlusten ist allerdings schon die Tatsache wichtig, dass die Aktie nicht weiter nach unten durchgereicht wurde und sich oberhalb von 140 Euro halten konnte.
Analysten haben hier eine klare Auffassung
Der technische Abwärtstrend ist damit noch nicht beendet. Die Analysten bleiben dennoch bei ihren deutlich höheren Erwartungen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei mehr als 196 Euro. JPMorgan geht mit 245 Euro noch erheblich weiter. An diesen Einschätzungen hat die jüngste Kursschwäche bislang wenig geändert. Für Verunsicherung hatten zuletzt vor allem Zweifel am weltweiten Ausbau der KI-Rechenzentren gesorgt. Siemens Energy gehört zu den Unternehmen, die von dem enorm steigenden Strombedarf neuer Rechenzentren profitieren sollen. Sollten die großen Technologiekonzerne ihre Investitionen zurückfahren, würde ein wichtiger Teil dieser Wachstumserwartungen an Kraft verlieren.
Neue Schätzungen von Moody’s liefern nun wieder Unterstützung für diese Erwartungen. Demnach könnten die großen KI-Hyperscaler ihre Investitionen im kommenden Jahr noch einmal um rund 50 % erhöhen. Insgesamt stehen Investitionen von etwa 1,2 Billionen Dollar in KI-Infrastruktur im Raum. Für Siemens Energy wäre ein solcher Ausbau wichtig. Neue Rechenzentren benötigen enorme Mengen Strom und damit zusätzliche Kraftwerksleistung, Netze und technische Infrastruktur. Genau dort ist der Konzern mit seinem Geschäft vertreten.
An der Börse reicht diese Aussicht bislang nur für eine relativ gute Erholung wie beschrieben. Die Notierungen haben aktuell mit 4,7 % Abstand auf die 200-Tage-Linie ein Trend-Problem. Dennoch bleiben Analysten zuversichtlich. Das durchschnittliche Analystenziel von mehr als 196 Euro liegt fast gut 50 Euro höher. Bis zum JPMorgan Ziel von 245 Euro beträgt der Abstand sogar über 100 Euro.
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