144,84 Euro und ein Tagesminus von -0,66 % lassen wieder etwas Nüchternheit bei der Siemens Energy entstehen. Die Notierungen sind damit weiterhin im grundsätzlichen technischen Abwärtstrend geblieben, für Euphorie besteht heute kein Anlass. Allerdings ist der jüngste Gewinn am Anfang der Woche ein Signal dafür gewesen, dass die Aktie weiterhin als Hoffnungsträger gilt. Nur ist dies kurzfristig nicht besonders gut begründet bzw. nicht besonders spektakulär unterfüttert worden. Bei -6,7 % Abstand zum GD100 ist weiterhin deutlich, dass die Aktie eigentlich noch mindestens auf 151 Euro zulegen sollte, bis der Trend technisch nach oben wechselt.

Damit werden technisch orientierte Anleger und Algorithmen den Kurs weiterhin eher als Abwärtstrend einordnen. Die große Dynamik nach oben fehlt derzeit.

Am heutigen 30. September endet das Geschäftsjahr

Wirtschaftlich sieht die Lage erheblich besser aus. Das Geschäftsjahr endet heute, direkt am 30. September. Bis die vollständigen Jahreszahlen vorliegen, werden noch einige Wochen vergehen. Der jüngste Quartalsbericht hatte allerdings bereits starke Eckdaten geliefert. Besonders auffällig war der Auftragsbestand von 162 Milliarden Euro und damit ein Rekordniveau.

Der Kursdruck der vergangenen Wochen entstand vor allem durch die Diskussion um die weiteren Investitionen in KI-Rechenzentren. Hinzu kam eine skeptischere Analysteneinschätzung zum US-Konkurrenten GE Vernova, die zeitweise die gesamte Branche belastete.

Die Analysten haben ihre Erwartungen für Siemens Energy bislang kaum verändert. Im Durchschnitt bewegen sich die Kursziele weiterhin in Richtung 200 Euro. Einzelne Schätzungen liegen deutlich darüber.

Kritische Stimmen verweisen in dieser Szene jedoch vor allem auf das Gasturbinengeschäft. Dort besteht die Sorge, dass der derzeitige Boom seinen Höhepunkt erreichen könnte und in den kommenden Jahren geringere Wachstumsraten folgen.

Bislang ist das allerdings vor allem eine Erwartung für die Zukunft. Der aktuelle Auftragsbestand von 162 Milliarden Euro spricht zunächst eine andere Sprache. Analysten sind mit ihren hohen Kurszielen wohl auch deshalb noch gelassen.