Der Münchener Energietechnikkonzern Siemens Energy baut sein Geschäft mit mobilen Energielösungen in Nordamerika aus. Das Unternehmen vereinbarte am Mittwoch mit dem US-Anbieter Dynamis Power Solutions die Lieferung von 119 SGT-400-Gasturbinenkernen. Die Aggregate verfügen über eine Leistung von jeweils rund 15 Megawatt und sind für flexible Stromerzeugungssysteme vorgesehen. Erste Auslieferungen sollen im Jahr 2027 starten.

Flankierung durch bestätigte Jahresziele

Der jüngste Ausrüstungsdeal trifft auf ein operativ gefestigtes Umfeld. Im Pre-Close-Call für das Geschäftsjahr 2026 bekräftigte das Management seine Ziele: Erwartet wird ein vergleichbares Umsatzwachstum zwischen 14 und 16 Prozent. Bei der Ergebnismarge vor Sondereffekten peilt der Konzern das obere Ende der Spanne von 10 bis 12 Prozent an.

Zugleich rechnet Siemens Energy mit einem Nettogewinn von rund 4 Milliarden Euro sowie einem Free Cashflow vor Steuern von etwa 8 Milliarden Euro. Diese Mittel bilden das Fundament für die laufende Kapitalrückführung an die Anteilseigner.

Die vor gut einer Woche gestartete dritte Tranche des Aktienrückkaufprogramms umfasst ein Volumen von bis zu 2 Milliarden Euro und soll spätestens Ende März 2027 abgeschlossen sein. Zwischen dem 24. und 27. September wurden im Rahmen dieses Programms bereits 290.986 eigene Anteile erworben.

Personalwechsel und Zuversicht im Markt

Auch im Aufsichtsrat stellte sich der Konzern neu auf. Pekka Lundmark trat am Donnerstag die gerichtliche Nachfolge von Matthias Rebellius in dem Kontrollgremium an. Auf Seite der Marktbeobachter stießen die strategischen Schritte auf positive Resonanz.

Deutsche Bank Research beließ die Einstufung am Donnerstag auf „Buy“ mit einem Kursziel von 210 Euro. Analyst Gael de-Bray hob das Rückkaufprogramm als stützenden Faktor vor den anstehenden Jahreszahlen hervor. RBC Capital Markets nahm den Titel am Freitag mit einem Kursziel von 200 Euro und dem Votum „Outperform“ in eine globale Auswahlliste auf.

An der Börse notierte das Papier am Freitag zum Handelsschluss bei 145,56 Euro, womit die Aktie seit Jahresanfang ein Plus von 21 Prozent verzeichnet. Detaillierte Einblicke in den Geschäftsverlauf folgen in Kürze: Die Veröffentlichung der Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2026 hat das Unternehmen für den 11. November angekündigt.