Starker Cashflow, volle Auftragsbücher, höhere Ziele: Siemens Energy nutzt den operativen Rückenwind für mehr Kapitalrückgabe. Der Konzern will im laufenden Geschäftsjahr deutlich mehr eigene Aktien zurückkaufen als bislang vorgesehen. Das passt zur jüngsten Erholung — erhöht aber auch die Erwartungen an die nächsten Quartale.
Mehr Tempo beim Rückkauf
Im laufenden Geschäftsjahr soll das Rückkaufvolumen um bis zu eine Milliarde Euro steigen. Statt des bisherigen Rahmens sind nun Rückkäufe von bis zu drei Milliarden Euro vorgesehen.
Am länger laufenden Programm ändert sich dadurch nichts. Bis 2028 sind weiter Rückkäufe von bis zu sechs Milliarden Euro geplant. Siemens Energy zieht damit einen Teil der Kapitalrückgabe nach vorn, ohne den Gesamtrahmen auszuweiten.
Der Grund liegt im starken Mittelzufluss. Der Free Cash Flow vor Steuern stieg im zweiten Geschäftsquartal auf 1,975 Milliarden Euro, nach 1,390 Milliarden Euro im Vorjahr. Bessere Gewinne und hohe Kundenvorauszahlungen aus dem starken Auftragseingang lieferten den Schub.
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Aufträge treiben die Prognose
Der Auftragseingang erreichte 17,7 Milliarden Euro und lag 29,5 Prozent über dem Vorjahr. Der Auftragsbestand kletterte damit auf 154 Milliarden Euro. Das gibt dem Konzern mehr Sichtbarkeit für die kommenden Jahre.
Operativ kommt die Dynamik aus mehreren Richtungen. Besonders gefragt sind Gasturbinen, Netztechnik und Infrastruktur für Rechenzentren. Etwa jede vierte verkaufte Gasturbine ging an Kunden aus diesem Bereich — ein Hinweis darauf, wie stark der Ausbau von KI-Infrastruktur inzwischen in die Industrieaufträge hineinwirkt.
Auch beim Umsatz zeigt sich die Nachfrage. Auf vergleichbarer Basis legten die Erlöse um 8,9 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro zu. Der Nettogewinn stieg auf 835 Millionen Euro.
Gamesa entlastet, Aktie läuft
Ein wichtiger Punkt bleibt Siemens Gamesa. Die Windkrafttochter reduzierte ihren operativen Verlust vor Sondereffekten auf 44 Millionen Euro, nach 249 Millionen Euro im Vorjahr. Das Problemgeschäft belastet damit weniger stark als zuvor.
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Die bessere Entwicklung schlägt sich in der Prognose nieder. Siemens Energy erwartet nun ein vergleichbares Umsatzwachstum von 14 bis 16 Prozent. Bei der Profitmarge vor Sondereffekten liegt die neue Zielspanne bei 10 bis 12 Prozent.
Auch die Ergebnis- und Cashflow-Ziele wurden angehoben. Der Nettogewinn soll rund vier Milliarden Euro erreichen, der Free Cash Flow vor Steuern rund acht Milliarden Euro. Das erklärt, warum der Konzern beim Rückkauf mehr Tempo machen will.
An der Börse ist viel davon bereits angekommen. Die Aktie notiert am Montag bei 172,08 Euro und legt um 1,71 Prozent zu. Seit Jahresanfang beträgt das Plus 40,13 Prozent.
Die beschleunigten Rückkäufe stützen die Investmentstory, ersetzen aber nicht die operative Bewährungsprobe. Entscheidend sind nun drei konkrete Punkte: anhaltend hohe Auftragseingänge, ein stabiler Free Cash Flow und weitere Fortschritte bei Siemens Gamesa. Genau dort muss Siemens Energy den jüngsten Vertrauensvorschuss untermauern.
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