Siemens macht Nägel mit Köpfen. Der Mutterkonzern hat den Zeitplan für die Entflechtung von Siemens Healthineers festgelegt. Aktionäre wissen nun genau, wann und wie die Trennung abläuft.

Direktabspaltung im Februar 2027

Im kommenden Jahr stimmen die Anteilseigner über den Schritt ab. Die Wahl fiel auf die reguläre Hauptversammlung im Februar 2027. Eine außerordentliche Sitzung noch im laufenden Jahr ist damit vom Tisch.

Siemens wählt den Weg der Direktabspaltung. Das bedeutet für Investoren eine einfache Lösung. Sie erhalten die Papiere der Medizintechniktochter direkt in ihre Depots eingebucht. Der Mutterkonzern reduziert seinen Anteil dabei von 67 auf rund 37 Prozent. Damit gibt Siemens die Mehrheit offiziell ab. Ein historischer Schnitt.

Aktie reagiert mit Kursplus

Am Markt kam die neue Planungssicherheit gut an. Die Aktie von Siemens Healthineers schloss am Freitag mit einem Plus von 2,02 Prozent bei 38,93 Euro.

Trotz dieses Aufschwungs bleibt die Jahresbilanz tiefrot. Seit Januar verzeichnet das Papier ein Minus von 12,4 Prozent. Vom Jahrestief bei 35,66 Euro konnte sich der Kurs zuletzt wieder etwas absetzen.

Margen im Fokus der Analysten

Experten bewerten den verlängerten Zeitplan unterschiedlich. Die US-Bank Morgan Stanley senkte ihr Kursziel auf 41 Euro. Analysten von RBC Capital Markets sehen die Lage optimistischer. Sie bestätigen ihr Ziel von 55 Euro.

Für RBC ist das zweite Halbjahr entscheidend. Das Unternehmen muss dann zwingend seine Gewinnmargen verbessern.

Der nächste Termin steht bereits fest. Am 7. Mai präsentiert Siemens Healthineers die Zahlen für das abgelaufene Quartal. Marktbeobachter achten dann besonders auf die Diagnostiksparte und mögliche Währungsbelastungen.