Drei strategische Partnerschaften innerhalb weniger Tage — und das ausgerechnet in einem der lukrativsten Wachstumsfelder der Medizin. Siemens Healthineers setzt auf Diagnostik-Expansion, während der Aktienkurs seit Jahresbeginn rund 15 Prozent im Minus liegt.
Einstieg in die Alzheimer-Früherkennung
Der wohl bedeutendste Schritt: Die Global Alzheimer’s Platform Foundation hat Siemens Healthineers als lizenzierten Partner in die Bio-Hermes-002-Studie aufgenommen. Die Beobachtungsstudie vergleicht blutbasierte und digitale Biomarker über verschiedene kognitive Erkrankungsbilder hinweg — mit MRT- und PET-Daten sowie einer ethnisch diversen Studiengruppe. Ziel ist die Verbesserung von Vorhersage, Erkennung und Diagnose von Alzheimer und verwandten Demenzen.
Konkret geht es um die Bewertung von Amyloid- und Tau-Ablagerungen im Gehirn, den charakteristischen Kennzeichen der Erkrankung. Mit dem Einstieg gesellt sich Siemens Healthineers zu Biogen, Eli Lilly und Roche — Unternehmen, die seit Jahren zu den treibenden Kräften der Alzheimer-Forschung zählen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Siemens Healthineers?
Radiodiagnostik und ein Millionen-Deal in den USA
Parallel dazu hat Siemens Healthineers mit dem australischen Biopharma-Unternehmen Radiopharm Theranostics eine klinische Liefervereinbarung geschlossen. Siemens Healthineers wird den Bildgebungsagenten RAD101 herstellen und vertreiben, um eine bevorstehende Phase-III-Studie in den USA zu unterstützen. Die FDA hat RAD101 den Fast-Track-Status erteilt — für die Unterscheidung von Rezidivtumoren und Behandlungseffekten bei Hirnmetastasen. Das adressierbare Patientenpotenzial liegt bei über 300.000 Fällen jährlich allein in den USA.
Dazu kommt eine zehnjährige Partnerschaft mit dem Arizona-Klinikbetreiber Onvida Health, bewertet mit über 100 Millionen US-Dollar. Davon fließen 55 Millionen in neue CT-, MRT- und Strahlentherapiesysteme für das 430-Betten-Haus.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Siemens Healthineers?
Strategische Fortschritte, operative Gegenwind
Die Expansion vollzieht sich unter erheblichem Druck. Das Management rechnet damit, dass US-Zölle das bereinigte EBIT im Geschäftsjahr 2026 um bis zu 400 Millionen Euro belasten — selbst nach Gegenmaßnahmen. Ungünstige Währungseffekte sollen weitere 200 bis 250 Millionen Euro kosten.
Das Diagnostiksegment in China bleibt ein Sorgenkind: Antikorruptionsmaßnahmen und zentralisierte Beschaffung haben die Erstattungsraten gedrückt, was im ersten Quartal zu einem vergleichbaren Umsatzrückgang von 3 Prozent in der Region führte.
An der Jahresprognose hält das Management dennoch fest: vergleichbares Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 2,20 und 2,40 Euro. Zwei nahende Termine werden zeigen, wie überzeugend diese Prognose am Markt ankommt: Am 14. April präsentiert das Management beim HSBC Global Investment Summit in Hongkong, am 7. Mai folgen die detaillierten Q2-Zahlen mit Analystenkonferenz — für Investoren der nächste harte Test, ob die strategischen Weichenstellungen die operativen Belastungen mittelfristig ausgleichen können.
Siemens Healthineers-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens Healthineers-Analyse vom 13. April liefert die Antwort:
Die neusten Siemens Healthineers-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens Healthineers-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Siemens Healthineers: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

