Finanzvorstand Jochen Schmitz hat am Donnerstag die erwarteten Kostenbelastungen aus Diagnostik-Abspaltung, Siemens-Trennung und Ultraschall-Fokussierung auf rund 300 Mio. € beziffert. Siemens Healthineers kündigte zugleich ein weiteres Sparprogramm an, das die geplante Neuaufstellung begleiten soll.

Einsparungen bei beiden Unternehmen geplant

Das Programm trägt den Namen „Transform4 Future“ und soll ab 2028 anlaufen. Laut Reuters sollen die Maßnahmen zwischen 2028 und 2030 umgesetzt werden. Die geplanten Einsparungen bezifferte Reuters auf mindestens 300 Mio. € bei Healthineers. Bei Olyrian Diagnostics sind demnach weitere 400 Mio. € vorgesehen.

Siemens Healthineers leitete am Donnerstag den Carve-out seines In-vitro-Diagnostikgeschäfts ein. Die Einheit soll schrittweise unter dem Namen Olyrian Diagnostics als eigenständige Organisation aufgestellt werden. Den Abschluss der Übergangsphase erwartet das Unternehmen bis Mitte 2028.

Zur größeren Eigenständigkeit gegenüber Siemens gehört auch der am Donnerstag angekündigte Namenswechsel zu „Healthineers“. Dafür benötigt das Unternehmen die Zustimmung der Hauptversammlung im Februar 2027. Die Markenumstellung soll nach der geplanten Abspaltung von Siemens beginnen und über drei Jahre laufen.

Ausblick und Aufsichtsrat

Für das Geschäftsjahr 2027 stellte Siemens Healthineers am Donnerstag ein vergleichbares Umsatzwachstum von 4,0–5,0 % in Aussicht. Das bereinigte unverwässerte Ergebnis je Aktie erwartet das Unternehmen bei 2,20–2,40 €.

Auch im Aufsichtsrat sind Veränderungen vorgesehen. Am Mittwoch kündigte der Aufsichtsrat an, der Hauptversammlung 2027 Melanie Kreis, Heyo Kroemer, Jonathan Lewin und Pascale Witz als neue Anteilseignervertreter vorzuschlagen.

Roland Busch soll ausscheiden; die Mandate von Veronika Bienert, Marion Helmes und Karl-Heinz Streibich laufen regulär aus. Ralf Thomas und Peter Körte sollen zur Wiederwahl vorgeschlagen werden.