Siemens plant, Siemens Healthineers 2027 im Wege einer Abspaltung zu entkonsolidieren. Wie Siemens Healthineers am Donnerstag mitteilte, sollen die Hauptversammlungen beider Unternehmen im Februar 2027 darüber abstimmen. Die ebenfalls angekündigte Umbenennung in Healthineers steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Hauptversammlung.
Neue Marke und zusätzliche Kostensenkungen
Die Markenumstellung soll nach Unternehmensangaben 2027 beginnen und über drei Jahre laufen. Damit hat Siemens Healthineers für den Wechsel des Markenauftritts einen mehrjährigen Übergang angekündigt.
Für die wirtschaftlichen Folgen des Konzernumbaus kündigte Siemens Healthineers am Donnerstag außerdem das Effizienzprogramm „Transform4 Future“ an. Es ist für den Zeitraum 2028 bis 2030 vorgesehen.
Reuters zufolge soll das Programm Kostenbelastungen von rund 300 Mio. € angehen. Diese entstehen durch die geplante Diagnostik-Ausgliederung, die Trennung vom Siemens-Konzern und die Fokussierung des Ultraschallgeschäfts. Ob das Programm Stellenstreichungen umfasst, blieb laut Reuters zunächst offen.
Veränderungen im Aufsichtsrat vorgesehen
Auch die Besetzung des Aufsichtsrats soll sich ändern. Am Mittwoch kündigte das Kontrollgremium an, der Hauptversammlung 2027 Melanie Kreis, Heyo Kroemer, Jonathan Lewin und Pascale Witz als neue Anteilseignervertreter vorzuschlagen.
Roland Busch will sein Mandat vor Ende seiner Amtszeit niederlegen. Die Mandate von Veronika Bienert, Marion Helmes und Karl-Heinz Streibich enden dagegen regulär mit der Hauptversammlung 2027. Ralf Thomas und Peter Körte sollen zur Wiederwahl vorgeschlagen werden.
Die geplanten Personalwechsel sind damit ebenso Gegenstand der Hauptversammlung wie die zustimmungspflichtige Namensänderung. Für die von Siemens geplante Entkonsolidierung sind dagegen Abstimmungen auf beiden Hauptversammlungen im Februar 2027 vorgesehen.
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