Sierra Madre Gold and Silver schließt die Transformation zum Produzenten ab. Mit dem finalen Kauf der Del Toro-Mine von First Majestic Silver sichert sich das Unternehmen ein Schlüsselprojekt im mexikanischen Zacatecas. Die Börse reagierte am Freitag prompt auf den Vollzug der Akquisition.

Millionendeal in Zacatecas abgeschlossen

Der Deal hat ein Gesamtvolumen von bis zu 60 Millionen US-Dollar. Zur Erfüllung der ersten Tranche flossen 20 Millionen US-Dollar in bar an First Majestic Silver. Zusätzlich erhielt der Verkäufer 10,87 Millionen Aktien von Sierra Madre.

First Majestic hält damit nun einen Anteil von 24,77 Prozent an Sierra Madre. Weitere Zahlungen hängen von operativen Meilensteinen ab:

  • 10 Millionen US-Dollar innerhalb von 18 Monaten.
  • 10 Millionen US-Dollar bei Nachweis von 100 Millionen Unzen Silberäquivalent.
  • 10 Millionen US-Dollar bei einer Produktion von 4.000 Tagestonnen.

Die Finanzierung der Übernahme steht auf einem soliden Fundament. Über eine Privatplatzierung sammelte das Management rund 57,5 Millionen kanadische Dollar ein. Der Ausgabepreis der neuen Anteile lag bei 1,30 kanadischen Dollar.

Aggressive Explorationspläne für Del Toro

Das Del Toro-Areal umfasst über 2.000 Hektar und eine eigene Verarbeitungsanlage. Sierra Madre plant dort nun ein umfassendes Explorationsprogramm. Dafür sind Investitionen von 12 Millionen US-Dollar vorgesehen.

Das Ziel ist klar definiert: Bis Mitte 2028 soll die Produktion in der Mine wieder anlaufen. Parallel dazu treibt das Unternehmen den Ausbau des La Guitarra-Projekts voran. Dort soll die Kapazität bis 2027 auf 1.500 Tagestonnen steigen.

Operativ zeigt die Kurve bereits nach oben. Im ersten Quartal 2026 verdoppelte sich der Umsatz auf 10,1 Millionen US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis (EBITDA) lag im selben Zeitraum bei 2,8 Millionen US-Dollar.

Analysten sehen deutliches Kurspotenzial

VSA Capital bestätigt die Kaufempfehlung für die Aktie. Die Analysten taxieren das Kursziel auf 2,70 kanadische Dollar. Sie verweisen dabei auf das Expansionspotenzial der mexikanischen Standorte.

Die Aktie legte zuletzt um über sieben Prozent auf 0,97 Euro zu. Damit notiert der Wert jedoch weiterhin rund 54 Prozent unter seinem Jahreshoch von 2,12 Euro. Der Relative-Stärke-Index (RSI) von 40,3 deutet darauf hin, dass der Titel den überverkauften Bereich verlassen hat.

Im zweiten Halbjahr 2026 steht die detaillierte Standortbewertung in Zacatecas an. Diese Daten bilden die Grundlage für den technischen Fahrplan zum geplanten Produktionsstart.