Sierra Madre: Del Toro nach COFECE-Grünsignal

Sierra Madre Gold and Silver erhält Wettbewerbsfreigabe für die Del-Toro-Mine und treibt parallel die Expansion bei La Guitarra voran.

Sierra Madre Gold and Silver Aktie
Kurz & knapp:
  • Wettbewerbshüter stimmen Del-Toro-Kauf zu
  • Minen-Neustart für Mitte 2027 geplant
  • Rekordumsatz im ersten Quartal 2026
  • Bohrprogramm für zweite Jahreshälfte angekündigt

Sierra Madre Gold and Silver rückt bei der Übernahme der Del Toro Silver Mine in Mexiko näher an den Abschluss. Die Wettbewerbshüter haben dem Kauf zugestimmt. Damit wird aus einem strategisch wichtigen Vorhaben ein deutlich konkreteres Projekt.

Für das Unternehmen ist das mehr als eine Formalie. Del Toro bringt vorhandene Infrastruktur mit, darunter eine Aufbereitungsanlage mit drei Mühlen und einer Kapazität von 3.000 Tonnen pro Tag. Sierra Madre will die Anlage nach dem Vollzug schrittweise wieder anfahren und mittelfristig in die eigene Silber- und Goldproduktion einbinden.

Del Toro soll zurückkommen

Der Neustart der Mine ist für Mitte 2027 vorgesehen. Erste Produktion peilt Sierra Madre für Mitte 2028 an. Das klingt noch weit weg, ist aber für einen Bergbauwert mit Wachstumsambitionen ein klarer Zeitplan.

Del Toro war früher bereits in Betrieb. Vor Ort stehen auch Sulfid- und Oxidflotationskreise sowie eine Trockenstapel-Halde zur Verfügung. Solche Anlagen verkürzen den Weg bis zur Wiederaufnahme oft deutlich.

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Parallel dazu treibt Sierra Madre den Ausbau der La-Guitarra-Mine voran. Die Verarbeitungsleistung soll dort in zwei Stufen von 500 auf 1.200 bis 1.500 Tonnen pro Tag steigen. Die erste Phase soll bis Ende des zweiten Quartals 2026 abgeschlossen sein und die Kapazität auf 750 bis 800 Tonnen heben.

Operativ zieht das Geschäft an

Das Unternehmen meldete für das erste Quartal 2026 starke Zahlen und einen Rekordumsatz. Für das Gesamtjahr 2025 stehen 628.196 verkaufte Silberäquivalent-Unzen, 24,96 Millionen US-Dollar Umsatz und 8,13 Millionen US-Dollar Nettogewinn in den Büchern. Im Vorjahr hatte Sierra Madre noch deutlich kleinere Brötchen gebacken. Der Umsatz sprang um 286 Prozent nach oben, das Unternehmen arbeitete erstmals profitabel.

Hinzu kommt ein operativer Cashflow von 3,5 Millionen US-Dollar, den die mexikanischen Silberaktivitäten zuletzt geliefert haben. Das zeigt: Die Expansion läuft nicht nur auf dem Papier, sondern stützt sich bereits auf laufende Erträge.

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Der Markt honoriert das. Die Aktie notiert bei 1,39 Euro und liegt in den vergangenen zwölf Monaten 261 Prozent im Plus. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt allerdings gut 25 Prozent. Das Momentum ist also stark, die Bewertung hat aber schon einiges vorweggenommen.

Nächster Treiber: Bohrprogramm

Für die zweite Jahreshälfte 2026 plant Sierra Madre ein Bohrprogramm über 20.000 bis 25.000 Meter auf dem Tlacotal-Projekt im La-Guitarra-Gebiet. Das Vorhaben soll die nächste Entwicklungsstufe vorbereiten und zusätzliche Explorationsziele absichern.

Die jüngste Genehmigung macht den Del-Toro-Kauf damit nicht automatisch zum Vollzug, aber sie entfernt ein zentrales Hindernis. Für Sierra Madre wird jetzt entscheidend, ob das Unternehmen die beiden mexikanischen Standbeine parallel sauber hochzieht: die Expansion bei La Guitarra und den späteren Neustart von Del Toro.

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