6,6 Millionen US-Dollar für elektronische Kriegsführung. Sivers Semiconductors festigt sein Standbein im US-Verteidigungssektor. Das schwedische Unternehmen hat die Verlängerung eines wichtigen Förderprogramms erhalten.

Konkret geht es um das Projekt EW STAR. Der Fokus liegt auf Breitband-Antennensystemen. Diese Technologie ermöglicht gleichzeitiges Senden und Empfangen. Sie kommt bei Radar, Kommunikation und elektronischer Kriegsführung zum Einsatz. Das US-Verteidigungsministerium unterstützt das Programm über den sogenannten NEMC Hub.

Fokus auf Verteidigungstechnologie

Der aktuelle Zuschlag baut auf einem bestehenden Erfolg auf. Bereits im Oktober 2024 erhielt Sivers eine erste Förderung von 5,6 Millionen Dollar. Das Programm ist auf drei Jahre ausgelegt. Die neue Tranche bestätigt den Kurs des Unternehmens. Sivers etabliert sich als Entwickler für militärische Mikroelektronik.

Prototypen statt Einzelteile

Sivers arbeitet bei dem Projekt nicht allein. Das Unternehmen kooperiert mit BAE Systems, dem MIT Lincoln Laboratory und der Columbia University. Das Ziel: Die Partner wollen Forschungsergebnisse in marktreife Prototypen verwandeln. Es geht also nicht um den reinen Verkauf von Bauteilen. Vielmehr steht der Technologietransfer im Mittelpunkt.

Das Förderprogramm gehört zur US-Strategie für Mikroelektronik. Die Regierung will die heimische Halbleiterproduktion stärken. Unterstützt werden Bereiche wie 5G-Technologie, künstliche Intelligenz und Quantencomputing. Sivers positioniert sich damit in einem politisch stark geförderten Marktumfeld.

Eine neue Finanzprognose liefert Sivers mit der Meldung nicht. Die Produktions- und Berichtstermine bleiben unverändert. Der Fokus liegt nun auf der operativen Umsetzung. Das Unternehmen muss beweisen, dass die Forschungsarbeit zu kommerziellen Meilensteinen führt.