Sivers: Nettoverlust 2025 auf 222,6 Mio. SEK revidiert

Die Umstellung auf US-Prüfstandards beschert Sivers Semiconductors einen tieferen Nettoverlust als zuvor gemeldet.

Sivers Semiconductors Aktie
Kurz & knapp:
  • Nettoverlust steigt auf 222,6 Millionen SEK
  • Eigenkapital sinkt auf 3,05 SEK je Aktie
  • Kapitalerhöhung bringt 125 Millionen SEK
  • Quartalsbericht erscheint am 29. Mai

Wer an die US-Börse will, muss amerikanische Regeln spielen. Sivers Semiconductors hat das nun am eigenen Zahlenwerk gespürt: Die Umstellung auf US-Prüfstandards zieht deutlich tiefere Verluste nach sich als bisher kommuniziert.

Neurechnung mit Konsequenzen

Der schwedische Halbleiterhersteller hat seinen Jahresbericht 2025 nach den Vorgaben des US-amerikanischen Public Company Accounting Oversight Board (PCAOB) aufgestellt. Das Ergebnis ist eine spürbare Neubewertung. Der Nettoumsatz für 2025 stieg leicht auf 306,6 Millionen SEK. Beim Betriebsergebnis sieht es anders aus: Das EBIT-Minus wuchs von ursprünglich 141,3 Millionen auf 177,8 Millionen SEK.

Der Nettoverlust für 2025 landete bei 222,6 Millionen SEK — rund 36 Millionen mehr als die erste Schätzung. Das Eigenkapital sank auf 949,8 Millionen SEK oder 3,05 SEK je Aktie.

Die Korrekturen betreffen auch das Vorjahr. Die 2024er-Vergleichszahlen wurden neu gefasst: Der Nettoumsatz fiel von 243,7 auf 219,2 Millionen SEK. Der Nettoverlust sprang von 116,3 auf 183,9 Millionen SEK.

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Strukturwechsel in der Gewinn- und Verlustrechnung

Neben den Zahlenrevisionen hat Sivers die Darstellung der Konzern-GuV grundlegend geändert. Statt nach Aufwandsarten gliedert das Unternehmen nun nach Funktionen — also Herstellungskosten, Forschung und Entwicklung sowie Verwaltung separat ausgewiesen. Das ist Standard für Unternehmen, die Zugang zu US-Kapitalmärkten anstreben.

Frisches Kapital und verschobener Quartalsbericht

Parallel zur Bilanzumstellung hat Sivers frisches Geld eingesammelt. Eine außerordentliche Hauptversammlung billigte am 11. Mai 2026 eine gerichtete Aktienemission von 8,62 Millionen Aktien zu je 14,50 SEK. Das brachte rund 125 Millionen SEK von institutionellen Investoren — darunter DNB Disruptive Opportunities und Storebrand Sverigefond. Das Kapital soll das Wachstum in den Bereichen KI-Rechenzentren und Satellitenkommunikation finanzieren.

Der intensive Prüfaufwand hat seinen Preis. Der Quartalsbericht für Q1 2026 erscheint nicht wie geplant am 20. Mai, sondern erst am 29. Mai 2026. Auf denselben Tag fällt die erwartete Aufnahme von Sivers in den MSCI Micro Cap Index.

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