171 Prozent Kursgewinn seit Jahresbeginn— und die Analysten sehen noch mehr Luft nach oben. SK Hynix erlebt gerade eine Neubewertung, die weit über normale Zyklus-Euphorie hinausgeht. Treiber sind KI-Nachfrage, eine explodierte Beteiligung und ein Konkurrent, der ins Straucheln gerät.
Kioxia-Beteiligung als stiller Milliardengewinn
Der vielleicht unterschätzteste Werttreiber sitzt in der Bilanz: SK Hynix hält eine Beteiligung am japanischen Speicherhersteller Kioxia, deren Wert sich in den vergangenen zwölf Monaten durch einen Kursanstieg von über 2.220 Prozent dramatisch verändert hat. Inklusive konvertierbarer Wandelschuldverschreibungen— fällig ab 2028— beläuft sich der Beteiligungswert inzwischen auf über 60 Billionen Won. Ursprünglich stand dieser Posten mit rund 14 Billionen Won in den Büchern.
Goldman Sachs und JP Morgan werten ein geplantes ADR-Listing von Kioxia in den USA als weiteren positiven Katalysator. Eine US-Notierung würde die Liquidität der Beteiligung erhöhen und deren Bewertung transparenter machen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SK Hynix?
Nomura hebt Kursziel auf 4 Millionen Won
Nomura hat das aggressivste Signal gesetzt: Das Kursziel stieg von 2,34 Millionen auf 4 Millionen Won— ein Aufschlag von über 70 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs von rund 1,84 Millionen Won. Begründung: Die Nachfrage nach KI-Speicher wächst schneller als das Angebot je aufholen kann. Nomura erwartet, dass das Angebot in den kommenden Jahren allenfalls um das Fünf- bis Sechsfache expandiert, während die Verschiebung von KI-Training zu Inferenz-Anwendungen die Nachfrage deutlich stärker treibt.
Weitere Institute zogen nach:
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SK Hynix?
- JP Morgan: Kursziel 3,0 Millionen Won
- KB Securities: Kursziel 3,0 Millionen Won, prognostizierter operativer Gewinn Q2 2026 von 70 Billionen Won— ein Plus von über 660 Prozent gegenüber dem Vorjahr
- Mirae Asset: Kursziel 3,2 Millionen Won, gestützt auf eine erwartete operative NAND-Marge von über 70 Prozent
Operative Stärke trifft auf Wettbewerbsrisiko
Die Zahlen aus dem ersten Quartal 2026 untermauern den Optimismus. Die Verkaufspreise für DRAM stiegen um rund 65 Prozent, für NAND um etwa 75 Prozent. Die F&E-Ausgaben kletterten um 68 Prozent auf 2,55 Billionen Won— Investitionen, die bereits Früchte tragen: SK Hynix hat den branchenweit ersten DRAM-Chip der sechsten Nanometer-Generation (1c) entwickelt, der gegenüber dem Vorgänger 11 Prozent schneller und 9 Prozent energieeffizienter ist. Massenproduktion ist für Ende 2026 geplant, Auslieferungen sollen 2027 beginnen.
Wettbewerbsseitig verschiebt sich das Kräfteverhältnis zu Samsungs Ungunsten. Die Marktkapitalisierungslücke zwischen beiden Konzernen schrumpfte auf rund 285 Billionen Won— SK Hynix erreicht bereits 82 Prozent von Samsungs Börsenwert. Samsung steht ab dem 21. Mai vor einem möglichen 18-tägigen Streik, während SK Hynix eine Einigung über eine zehnprozentige Gewinnbeteiligung mit der Belegschaft erzielt hat.
Allerdings warnt der ehemalige Samsung-Chipchef Kyung Kye-hyun vor einer Preiskorrektur in der zweiten Jahreshälfte. Chinesische Wettbewerber wie CXMT verzeichneten im ersten Quartal ein Umsatzplus von 719 Prozent und bauen Kapazitäten aggressiv aus. SK Hynix plant, dem mit milliardenschweren Investitionen in EUV-Lithografiesysteme von ASML bis 2027 entgegenzuwirken— rund 8 Milliarden Euro sollen in diese Technologie fließen, die chinesischen Herstellern regulatorisch verwehrt bleibt.
SK Hynix-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SK Hynix-Analyse vom 18. Mai liefert die Antwort:
Die neusten SK Hynix-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SK Hynix-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SK Hynix: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

